„Komm – entscheide mit“: Am Sonntag wird auch in Trossingen der neue Kirchengemeinderat gewählt. Links Pfarrer Thomas Schmollinger, rechts Siegbert Fetzer, gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Er tritt wieder an. Foto: Cornelia Hellweg

In den katholischen Gemeinden in Trossingen, Gunningen und Durchhausen wird am Sonntag, 30. März, jeweils ein neuer Kirchengemeinderat gewählt. Pfarrer Thomas Schmollinger und Siegbert Fetzer hoffen auf eine gute Beteiligung.

„Nutzt eure Stimme. Wählt mit – und werdet Teil einer Kirche, die sich verändert, weil ihr sie verändert“, heißt es im Wahlaufruf von Pfarrer Thomas Schmollinger, des Pastoralreferenten Kurt Diehm und der pastoralen Mitarbeiterin Ines Rabus an die Erstwähler. Auch der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Siegbert Fetzer, hofft auf gute Beteiligung bei der Wahl des Gremiums am Sonntag, 30. März. Neben der Briefwahl können die Stimmberechtigten in Trossingen an dem Sonntag ihr Votum zwischen 10 und 14 Uhr im katholischen Gemeindehaus St. Theresia abgeben.

 

Ab 16 kann man wählen

Wahlberechtigt sind in Trossingen 2997 Gemeindemitglieder ab 16 Jahren, in Durchhausen 374 und in Gunningen 311. Darunter sind in Trossingen 172 Erstwähler, in Gunningen elf und in Durchhausen 29. Die Wahlbeteiligung lag bei der letzten Kirchengemeinderatswahl im Jahr 2020 bei 12,4 Prozent. „Das war Corona geschuldet“, so der Hinweis des Pfarrers. Bei der Wahl 2015 lag die Beteiligung bei 17,2 Prozent. In Trossingen sollten es mindestens acht Kandidatinnen und Kandidaten geben.

Der Kirchengemeinderat hat zwölf Sitze beschlossen. Die kann man nun (fast) alle besetzen. „Es sind viele bewährte Kirchengemeinderäte dabei und zwei neue Kandidatinnen“, berichtet Siegbert Fetzer. Auch er tritt erneut an. „Wir sind eine offene, moderne Gemeinde“, unterstreicht er.

Wahl in allen drei Gemeinden

Für Durchhausen treten sechs Kandidaten an, zwei davon neu; Gunningen hat man von sechs auf fünf Sitze reduziert, hier gibt es einen neuen Kandidaten. „Es ist eine große Freude, dass wir in allen drei Gemeinden der Seelsorgeeinheit eine Wahl durchführen können“, sagt Pfarrer Schmollinger.

Er erinnert daran, dass wegen der Pandemie die letzte Kirchengemeinderatswahl ausschließlich als Briefwahl stattfand. Eine herausfordernde Zeit, in der viele zusätzlichen Aufgaben zu bewältigen waren. „Als die Beschränkungen fielen, war es richtig befreiend, wieder Gemeinsamkeit in den Gottesdiensten erleben zu können.“ Ein Höhepunkt der zurückliegenden Amtsperiode war aus seiner Sicht die Einweihung der restaurierten Orgel. Dafür war sie fünf Jahre stillgelegt gewesen, und es stellte einen finanziellen Kraftakt dar. „Jetzt haben wir, auch bezogen auf den ganzen Landkreis, ein richtig gutes Instrument“, freut sich auch Siegbert Fetzer. Ein Höhepunkt war das Programm zum 100-jährigen Bestehen von St. Theresia Trossingen im vergangenen Jahr.

Vier Sitzungen im Jahr

Der Kirchengemeinderat kommt im Jahr zu insgesamt zehn Sitzungen und zwei Klausurtagungen zusammen. „Für die Gemeinde ist ein gutes Miteinander wichtig, und dass wir den Nachwuchs an uns binden“, sagt Siegbert Fetzer. Immerhin habe sich jetzt eine Jugendgruppe gegründet sowie eine Band, die beispielsweise Kindergottesdienste mitgestalte. Weniger erfreulich war, dass sich aus der Gruppe der Kommunionkinder nur eines (statt wie bisher mehrere) für die Mitarbeit als Ministrant gemeldet habe.

„Die Kinder haben mit Schule und Hobbys so viele Termine – wenn die Eltern das Ministrieren nicht unterstützen, wird es schwer“, so Fetzer. Ihm ist es ein Anliegen, dass der gesellschaftliche Wandel schneller in der katholischen Kirche ankommt.

In der neuen Amtsperiode wird Pfarrer Schmollinger am 12. Juli aus der Seelsorgeeinheit verabschiedet, weil er zur Seelsorgeeinheit Neckar-Baar nach Schwenningen wechselt. Der Kirchengemeinderat wird nun mit seinem Nachfolger sie künftigen Aufgaben angehen.

Die Wahl

Die Briefwahl:
 Der Wahlbrief muss spätestens am 30. März vor Schließung des Wahllokals um 14 Uhr beim Wahlausschuss eingetroffen sein.

Der Wahlraum:
 Die Stimme abgeben kann man außerdem am Sonntag, 30. März, von zehn bis 14 Uhr im katholischen Gemeindehaus St. Theresia in Trossingen.