Im Gemeindehaus in Möttlingen erläuterte Pfarrer Traugott Maisenbacher die Ziele der Fusion der beiden evangelischen Kirchengemeinden Monakam/Unterhaugstett und Möttlingen. Foto: Roland Stöß

Möttlingens Pfarrer Traugott Maisenbacher informierte über den Fahrplan des Zusammenschlusses. In Zeiten knapper Ressourcen werden die Kräfte gebündelt.

Bislang gibt es sowohl in Möttlingen als auch in Monakam/Unterhaugstett jeweils eine eigenständige evangelische Kirchengemeinde. Damit wird 2026 Schluss sein. Dann werden die beiden Kirchengemeinden miteinander fusionieren. Der Möttlinger Pfarrer Traugott Maisenbacher informierte im Gemeindehaus 30 Zuhörer über den Fahrplan der Fusion und wie sich das für die Menschen auswirkt.

 

Neuer Name

Maisenbacher erzählte, dass sich die derzeitigen Kirchengemeinden, sprich die Kirchengemeinderäte, gemeinsam auf einen neuen Namen verständigt haben. Die neue Kirchengemeinde soll unter dem Namen „Evangelische Kirchengemeinde Monbachquellen“ zusammengeführt werden.

Die Motivation für die Fusion: Der Schwund der Kirchenglieder macht es notwendig, in den Pfarrplänen der Landeskirche Kürzungen vorzunehmen. Derzeit hält Möttlingen noch eine 50-Prozent-Stelle inne. Doch spätestens 2030 fiele dieser Anteil weg. Würde der derzeitige Amtsinhaber heute, egal aus welchem Grund, ausfallen, würde diese Stelle bereits heute nicht mehr besetzt werden. Ein weiterer Vorteil der Fusion liegt in der Verwaltungsvereinfachung.

Gemeinsamer Kirchengemeinderat

Weitere Synergien sind naheliegend. Mehrfach heißt es dann „aus zwei mach eins“ (Zitat Maisenbacher). Beispiele: Es wird im November 2025 nur noch ein gemeinsamer Kirchengemeinderat gewählt. Wo das gemeinsame Pfarramt seinen Sitz hat und wo der Pfarrer wohnen wird, ist noch nicht entschieden. Wichtig: Heute existierende Gruppen (Jugendgruppen, Chöre) sollen durch die Fusion unberührt bleiben. Andererseits haben sich die Posaunenchöre schon aus eigenem Antrieb zusammengeschlossen.

Weitere Vorteile sieht man im gemeinsamen Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Zweckgebundene Spenden müssen weiterhin möglich sein, denn „der Spenderwille ist heilig,“, so Maisenbacher. Der Referent blickte positiv auf die gemeinsame Zukunft, zumal alle Arbeitsverhältnisse und deren Laufzeiten „unberührt bestehen bleiben“. Kurzfristige Änderungen an der bestehenden Personalstruktur sind nicht geplant. Langfristige Veränderungen werden entsprechend den aufkommenden Erfordernissen im neuen Kirchengemeinderat beraten und beschlossen.

Fragen zu den bestehenden Gebäuden und Kirchen werden gesondert behandelt. Fest steht, dass die Gebäude an die fusionierte Kirchengemeinde übergehen. Gebäudebezogene Rücklagen bleiben weiterhin an die Gebäude gebunden. Die Gottesdienstplanungen bleiben derzeit noch unberührt. Doch sollen Kooperationen erprobt werden.

Nach der Fusion übernimmt der neue, gemeinsame Kirchengemeinderat die Planungen für alle Teilorte. Dabei sollen die individuellen und für den jeweiligen Teilort charakteristischen Strukturen des Gemeindelebens auch in der fusionierten Kirchengemeinde Monbachquellen erhalten und gepflegt werden.

Fazit: Die Fusion wird kommen. Ein wichtiges Datum steht mit dem 30. November 2025 heute schon fest. Dann wird im Rahmen einer unechten Teilortswahl der neue, gemeinsame Kirchengemeinderat gewählt. Aus der heutigen Kirchengemeinde Monakam/Unterhaugstett werden sechs, aus Möttlingen drei Personen in das Gremium einziehen. Zudem werden zwei Personen ortsunabhängig gewählt.

Man gewinnt etwas dazu

Traugott Maisenbacher zog sein positives Fazit „Man kann die alten Strukturen betrauern. Doch das, was die anderen haben, ist dann auch Unseres. Es ist, wie wenn man heiratet. „Man gibt was auf – gewinnt aber auch ganz viel dazu.“

Die gleiche Informationsveranstaltung findet am Sonntag, 1. Dezember, ab 11.15 Uhr im Gemeindezentrum in Unterhaugstett statt.