Markus Lutterer aus Kippenheim wurde zum Vorsitzenden der Kirchengemeindeversammlung und Christine Gottschlich aus Schmieheim zu dessen Stellvertreterin gewählt. Foto: Schillinger-Teschner

Die evangelischen Kirchengemeinden Kippenheim und Schmieheim mit Wallburg sind seit Jahresbeginn eine Kirchengemeinde. Bei der Gemeindeversammlung wurden nun neue Vorsitzende gewählt. Auch die Sanierung der Kirchen war Thema.

Stefan Hiller, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, eröffnete die erste Gemeindeversammlung der neuen Kirchengemeinde mit den Wahlen des Vorsitzenden der Gemeindeversammlung sowie des Stellvertreters. Bei jeweils einer Stimmenthaltung wurde Markus Lutterer aus Kippenheim zum Vorsitzenden und Christine Gottschlich aus Schmieheim zu dessen Stellvertreterin gewählt. Lutterer und Gottschlich folgen auf Gerhard Gäßler und Christa Dietz, die verabschiedet wurden. Beide sind schon langjährig in vielen Bereichen der evangelischen Kirchengemeinde engagiert und sehen der neuen Aufgabe mit Freude und Erwartung entgegen. Die Aufgabe der Vorsitzenden der Gemeindeversammlung sind die Vorbereitung und Moderation der Versammlungen, sie fungieren als verbindendes Glied zwischen Kirchengemeinde und Kirchengemeinderat.

 

Karl-Heinz Ritter berichtete über die Rückstellung verschiedener Renovierungsarbeiten an der Friedenskirche Kippenheim, da der Oberkirchenrat nach einer Besichtigung vor Ort dafür kein grünes Licht gegeben hatte. So muss das Kirchengebäude auch nach 38 Jahren weiterhin auf eine Instandsetzung der Fassade verzichten. Kleinere Maßnahmen wie die Erneuerung von Regenrinnen, Türdichtungen und beschädigten Fenstern wurden umgesetzt. Die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes kann nun auch in Angriff genommen werden. Unaufschiebbar ist die Instandsetzung einer 25 Meter langen Stützmauer zu einem Nachbargrundstück, hier liegt ein Kostenvoranschlag in Höhe von rund 100 000 Euro vor. Um Wassereinbrüche an den Eingangstüren zur Kirche zu unterbinden liegt ein Kostenvoranschlag für eine Glasüberdachung in Höhe von 16 000 Euro vor.

Landeskirche sieht keine Dringlichkeit zur Sanierung in Schmieheim

Die Bauvorhaben in der Schmieheimer Markuskirche sind nach Ansicht der Landeskirche auch größtenteils nicht oben in der Dringlichkeit einzustufen. So werden Anträge in Höhe von rund 250 000 Euro für die Erneuerung der Fugen an den Kirchenfenstern und Änderungen bei der Beleuchtung der Kirche vorläufig ebenso wenig berücksichtigt werden wie die Kosten für eine Modernisierung der Heizung. Die Landeskirche prüft gegenwärtig Kosten für die Instandsetzung der Mikrophonanlage in Höhe von 22 000 Euro.

Der bislang bestehende Mietvertrag für das Pfarrhaus wurde gekündigt. Nach einer Schätzung zur Ermittlung einer angemessenen Mietforderung soll über die zukünftige Nutzung entschieden werden. Ein allzu langer Leerstand sollte bei dem historischen Sandsteingebäude vermieden werden, um Schimmelbildung vorzubeugen. Auch sollte über die Mitvermietung der Kellerräume und Stellplatze entschieden werden.

Kirche soll behindertengerechter werden

Anregungen aus den Reihen der Gemeindemitglieder erfolgten im Hinblick auf eine frühzeitige und detaillierte Terminveröffentlichung im Hinblick auf die Osterfeiertage über Gemeindeblatt und Presse, da Gemeindebrief und Homepage noch nicht vorliegen.

Die Gemeindeversammlung hatte im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindehaus stattgefunden, da der Zugang zur Kirche nicht behindertengerecht ist. Hier wurde angeregt, eine entsprechende Maßnahme auf die Agenda zu nehmen.

So geht es mit der Fusion wieter

Kirchengemeinderatsvorsitzender Stefan Hiller informierte über den organisatorischen Stand der Fusion. Briefköpfe und Logo der neu entstandenen Kirchengemeinde sind konform der landeskirchlichen Siegelverordnung nun erstellt. Die neue Email-Adresse kippenheim-schmieheim@kbz.ekiba.de ist freigeschaltet und die neue gemeinsame Homepage wird zu Ostern online gehen. Ein gemeinsamer Haushalt ist in Arbeit und wird nach Abschluss im Rahmen einer Gemeindeversammlung vorgestellt werden. Die Einlagen aus dem Verkauf des Gemeindehauses Kippenheim sollen auch in diesem zweckgebunden eingesetzt werden. Bis zu den Neuwahlen 2025 bleibt der bestehende Kirchengemeinderat mit acht Mitgliedern, jeweils vier aus den ehemaligen Kirchengemeinden unverändert bestehen.