Zahlreiche Gläubige sind zur Einweihung des neuen Kirchplatzes in Dotternhausen gekommen. Foto: Fotos: Schatz

Glaube: Kirchengemeinde Dotternhausen dankt Helfern, Spendern und Sponsoren / Turmführungen

Der neu gestaltete Kirchenvorplatz in Dotternhausen ist am Sonntag offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Pfarrer Shibu Pushpam und Pater Franz Pfaff segneten die neue Außenanlage. Zudem gab es am Festtag Kirchen- und Turmführungen.

Dotternhausen. Das lang geplante Kirchenfest begann am Vormittag mit einem Gottesdienst, den Solistin Stephanie Wunder und Organist Fabio Merz umrahmten. Pfarrer Shibu Pushpam und Pater Franz Pfaff hatten den Gottesdienst unter das Thema "Für wen haltet ihr mich?" gestellt. Diese Frage habe Jesus an alle Menschen gestellt, so Pushpam. Die Neugestaltung des Kirchenplatzes sei ein Zugewinn, sagte er.

Nach dem Gottesdienst segneten Pushpam und Franz Pfaff im Beisein vieler Gläubigen den Platz. Nach den Segens- und Grußworten spielte die Musikkapelle unter der Leitung von Robin Nikol, und ein Mittagstisch sowie ein buntes Rahmenprogramm luden zum Verweilen ein.

Die Kirchengemeinderatsvorsitzende Gaby Klein und der Vorsitzende des Fördervereins, Markus Münch, sowie Kirchengemeinderatsmitglied Lothar Ritter gingen in ihren Ansprachen auf die Bedeutung des renovierten Platzes ein Klein dankte ihrem Vorgänger Ritter, der von 2015 bis 2020 den Posten des gewählten Vorsitzenden inne hatte und die Baumaßnahme "verantwortrungsvoll und und mit großem Zeitaufwand" begleitet habe. Der eigentliche Umbau dauerte von Frühjahr 2019 bis Herbst 2020. "Die Außenanlage soll ein Ort der Begegnung und des Friedens für alle Menschen sein und dient auch für Gemeindefeiern", sagte Klein.

Lothar Ritter dankte Landschaftsarchitektin Ilse Siegmund, Architekt Thomas Klink, Beate Conzelmann vom Katholischen Verwaltungszentrum, Bürgermeisterin Marion Maier, der ehemaligen Mesnerin Gisela Drißner und allen Sponsoren.

Auslöser der Platz- und Weggestaltung waren die Feuchtigkeitsprobleme in der Kirche. Im Zuge der Fundamentsanierung wurde auch ein barierefreier Zugang zur Kirche geschaffen. Bei den Arbeiten haben sich viele Bürger engagiert, genannt wurden etwa Otto Scherer, Kurt Wochner und Raimund Drißner vom Förderverein. 19 freiwillige Helfer legten der Neubepflanzung Hand an.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Markus Münch, dankte den Hauptsponsoren sowie den zahlreichen Spendern und Helfern. Auch örtliche Betriebe haben den Verein unterstützt. So wurden bei der Bäckerei Milles ein Martinusbrot und bei der Metzgerei Balzer eine Martinuswurst zum Kauf angeboten.

Neben den Mitgliedbeiträgen konnten Einnahmen durch Veranstaltungen oder die Bewirtung beim Kirchenkonzert des Musikvereins erzielt werden. Ein weiterer Baustein sei der Verkauf von Kirchenwein und Kirchensekt gewesen. Der Förderverein St. Martinus habe das Ziel, einen finanziellen Beitrag von rund 85 000 Euro für die Maßnahme beizusteuern.

Zahlreiche Interessierte nahmen an den Kirchenführungen mit Xaver Wochner teil. Mit Raimund Drißner bestiegen die Besucher in Kleingruppen den 32 Meter hohen Glockenturm und erhielten einen Einblick in das kleine Museum auf der Kirchenbühne, das vor Jahren von Alois Waller aufgebaut wurde und nun von Gißela Drißner geleitet wird. Die alte Turmuhr aus dem 18. Jahrhundert, Figuren, Kreuze, Bilder und Gemälde sowie Utensilien aus der Anna-Kapelle zählen zu den Schätzen, die auf der Kirchenbühne schlummern.

Mitglieder des Partnerschaftsvereins Oberes Schlichemtal luden zum Mitspielen auf dem Bouleplatz ein. Am Stand des Fördervereins gab es Kirchenwein und Kirchensekt zu kaufen, und eine Bilderausstellung gab Einblicke in die Bau- und Renovierungsarbeiten.

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