Zwei hochkarätige Ehrungen für insgesamt 100 Jahre aktive Mitgliedschaft im katholischen Kirchenchor „St. Cäcilia“ Hardt konnten bei der Cäcilienfeier im Adolph-Kolping-Saal vorgenommen werden.
Geehrt wurden für goldene 50 Jahre Engagement die Sängerin und Co-Vorsitzende Gertrud Moosmann und der langjährige Hauptorganist und Basssänger Alois Menrad.
Ihre Wunschlieder konnten sich die Jubilare schon im vorausgehenden Gottesdienst anhören, der vom Kirchenchor mitgestaltet wurde. Geleitet von Dirigentin Marta Kulzer Ribeiro, erklang auf Wunsch von Gertrud Moosmann die Jubelkantate „O be joyful in the Lord all ye lands“ aus der Feder des modernen Kirchenkomponisten Charles V. Stanford. Auch das ursprünglich barocke Wunschlied von Jubilar Menrad mit dem Titel „Stimmt unserm Gott ein Loblied an“, dessen Melodie im 20. Jahrhundert von Paul Kickstat mit einem vierstimmigen Satz versehen wurde, rief zum Lobe Gottes auf.
Den Menschen zugewandt
Zum ersten Mal wurde die vom Advent auf Lichtmess verschobene Cäcilienfeier nach dem Gottesdienst abgehalten. Die Co-Vorsitzende Anne Rimmele-Ganter konnte dazu im Adolph-Kolping-Saal Prälat Eberhard Eisele, Gemeindereferentin Viola Schreiber sowie den zweiten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Anton Kopp, und viele Ehrenmitglieder und frühere Aktive willkommen heißen.
Dorothee Haberstroh richtete das Wort an Gertrud Moosmann. Sie habe als Mädchen im Kirchenchor ihrer Heimatgemeinde begonnen und dort zwölf Jahre gesungen. Der Hardter Chor schätze sich glücklich, dass Karl Moosmann die „Hegaupflanze“ aufs Hardt gelockt habe. So sei sie 1986 in den Chor eingetreten.
Die Jubilarin sei aufgeschlossen und den Menschen zugewandt. In der Öffentlichkeit habe sie ein gutes Auftreten und mit ihrem grünen Daumen sei sie mit Helga Kuhner Dekoqueen des Chores. Als Vorsitzende komme ihr ihr Organisationstalent zugute. Ihre Notenspende mit dem „Ave Maria“ von Stopford gehöre zu den Top Ten des Chores.
Gute Verbündete
Nicht unerwähnt blieben gut organisierte Ausflüge und Wanderungen. Als Organisatorin des Projektchores gab es viele Nachrichten zu verteilen, doch mit Anne Rimmele-Ganter als Co-Vorstand habe sie eine gute Verbündete. Passend zum Wunsch der Jubilarin, als Geschenk eine Spende für die Kinderkrebs-Rehaklinik Katharinenhöhe zu machen, wurde der Jubilarin ein Herz für den Garten überreicht.
Eine besondere Ehrung, vorgenommen von der Co-Vorsitzenden Anne Rimmele-Ganter, erging an Alois Menrad. Seit 1974 im Chor, sei er als Bassist begehrt. Doch komme er nicht oft zum Singen, da er als Organist unersetzlich sei. Menrad war ab 1975 als zweiter Organist tätig. Hauptorganist ist er seit 1983.
Zwischenzeitlich sei er über die Hardter Grenzen hinaus als Organist begehrt gewesen. Gerade in der Coronazeit, als niemand singen durfte, sei die Bedeutung der Orgel in den Vordergrund gerückt. Gern sprach sie den Jubilar auf Schlagfertigkeit und Wissen an, weshalb ihm die Titel „Monsieur Lexikon“ und „Dr. Allwissend“ verliehen wurden. Als bildungshungriger Mensch ziehe es ihn im Urlaub meist zu einem kulturellen Ziel. Trotz seines 50-jährigen Jubilaralters sei der ehemalige Bäcker kein bisschen „altbacken“. Ihm sei es auch zu verdanken, dass er über Pfarrer Hermann aktiv Dirigentensuche betrieben habe, was zum Erfolg führte.
Lieder gegurgelt
Den Ehrungen schloss sich Prälat Eisele mit den Ehrungen durch Cäcilienverband und Diözese an. Von der Kirchengemeinde überreichte der zweite Vorsitzende des Pfarrgemeinderats einen Gutschein.
Es folgte eine Rückschau anhand toller Schnappschüsse. Beim Spiel Orgelpfeifen gegen Zugpferde mussten Begriffe mittels Beschreibung und pantomimischer Darstellung erraten werden. Großen Spaß machte das Erraten gegurgelter Liedanfänge.