Zahlreiche Familien mit Kindern feierten beim Familiengottesdienst der Kirchengemeinde im Quellenland in der St. Fideliskirche die Osternachtsfeier. Diakon Markus Kreutz entzündete die Osterkerze. Foto: Martin Disch

Vielfältig war das Gottesdienstangebot bei den evangelischen und katholischen Gemeinden in Villingen über die Osterfeiertage.

Am Samstagabend wurden die Feierlichkeiten mit der Osternachtsfeier begonnen. Die Osterkerze wird am Osterfeuer vor der Kirche entzündet und mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ ( Licht Christi) in die dunkle Kirche getragen.

 

Im Villinger Münster kamen zahlreiche Gläubige zur dieser besonderen liturgische Feier zusammen. Zu Beginn wurden die Gottesdienstbesucher noch durch den klagenden Klang der Rätschen auf dem Münsterturm und Münsterplatz, die durch die Ministranten zum Klingen gebracht wurden, eingeladen. Beim Gloria konnte man über die Dächer der Stadt das festliche Glockengeläut hören. Die Gottesdienstbesucher sangen die altbekannten Osterlieder in österlicher Freude.

Schon in den frühen Abendstunden waren Familien mit Kindern zur gemeinsamen Osternachtsfeier nach St. Fidelis eingeladen. Vor dem lodernden Feuer standen die zahlreichen Kinder mit ihren Eltern und hörten Diakon Markus Kreutz zu, der die Bedeutung der Osterkerze, die Licht in die dunkle Nacht bringen soll, erklärte.

An Kindern orientiert

Im Verlauf des an den Kindern orientierten Gottesdienstes versuchte ein Vogel mit seinen Fragen nicht nur der Symbolik der Kerze auf den Grund zu gehen, sondern auch den Kern des Osterfestes. Die Kinder wurden immer wieder in das Geschehen des Gottesdienstes integriert. Nach dem Gottesdienst wurde am Feuer gegrillt, Ostereier gegessen und man wünschte sich gegenseitig den Osterfrieden.

Den sprachen sich auch schon die polnischen Christen der Region am Samstagmittag zu, als man sich in der Heilig-Kreuz-Kirche zur traditionellen Osterspeisensegnung und Gebet traf. Die kroatischen Christen feierten die Osternacht in der Benediktinerkirche und die italienischen am Samstagabend in der Heilig-Kreuz-Kirche.

Die evangelischen Christen feierten die Osternacht mit Pfarrerin Lisa Bender in der Johanneskirche. Schon jahrzehntelang ist es Tradition, dass sich am Ostersonntag zum Sonnenaufgang einige Christen an der Friedhofskirche treffen, um die Auferstehung zu feiern. Der evangelische Posaunenchor ließ die Ostermelodien über die Gräber erschallen und Pfarrerin Dorothea von Kalckstein zog Parallelen zu der Auferstehung Jesu.

Im Villinger Kurpark trafen sich evangelische und katholische Gläubige zu einem ökumenischen Familiengottesdienst am Ostersonntag. Foto: Martin Disch

Das Münster war am Ostersonntag beim Hochamt, dass Pfarrer Thomas Mitzkus zelebrierte, voll besetzt. Ein Projektchor unter der Leitung von Roman Laub sang die Missa in C KV 220 („Spatzenmesse“) von Wolfgang Amadeus Mozart. Als solistischen Part übernahmen Valerie Jautz (Sopran), Janne Munkwitz (Alt), Daniel Mugica Mazarron (Tenor) und Kazuma Abe (Bass). Zum feierlichen Abschluss erklang das Es-Dur Präludium BWV 552,1 von Johann Sebastian Bach.

Am Ostermontag trafen sich kurz vor Sonnenaufgang Jugendliche und junge Erwachsene zu einem Osterspaziergang, beginnend am Münster und beendet mit einem gemeinsamen Frühstück.

In den Villinger Kurpark kamen auch zahlreiche Kinder zu einem ökumenischen Familiengottesdienst, der von Pfarrerin Lisa Bender und Karin Matthaeus gestaltet wurde.