In Hirsau wollen Stadt und Kirche gemeinsam bauen. Der BUA beschließt die nächsten Schritte.
Wie im vergangenen Jahr bekannt wurde, plant die Stad Calw mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Calw ein gemeinsames Bauprojekt. Wo sich aktuell das Kurmittelhaus auf dem Hirsauer Aureliusplatz 14 befindet, sollen bald städtische Kita und evangelisches Gemeindehaus unter einem Dach unterkommen – in einem Neubau. Das Architektenbüro Schrottwieser hat bereits die Pläne vorgelegt.
Der Weg wird geebnet
Im Oktober 2023 beschloss der Bau- und Umweltausschuss (BUA) außerdem die gemeinsame Nutzungsvereinbarung mit der Gesamtkirche. Bei der jüngsten Ausschusssitzung wurde nun der weitere Weg für das Vorhaben geebnet. Das Gremium stimmte über die Gründung der Bauherrengemeinschaft „Am Kurpark“ zwischen Stadt und Kirchengemeinde ab. Außerdem, so erläuterte Andreas Quentin, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, solle die „Geschäftsführung an die Kirche übertragen werden“. Die Kirche, so die Beschlussvorlage, wird zur Bauherrin des Projektes und kümmere sich auch um die Auftragsvergabe.
Bei diesem außergewöhnlichen Bauvorhaben lässt es sich der Oberbürgermeister Florian Kling nicht nehmen, feierliche Worte anzuschlagen: „Hier wirken zwei Gemeinderäte – die Kirchengemeinderäte und die weltlichen. Wir haben also den Segen von oben und von unten.“ Außerdem betont er den Wert des geplanten Gebäudes, das eine Erweiterung des Hirsauer Zentrums darstelle.
Der Bauausschuss beschließt die Bauherrengemeinschaft sowie die Übertragung der Geschäftsführung an die Kirchengemeinde einstimmig.
Zwei Probleme, eine Lösung
Hintergrund des Projektes war zum einen der bestehende Mangel an Kitaplätzen in Hirsau. Schon im Jahr 2022 prüfte die Calwer Verwaltung die Möglichkeit, eine städtische Kita zu bauen.
Parallel dazu ergab sich ein Problem mit dem bestehenden evangelischen Gemeindehaus in Hirsau. Der aktuelle Standort soll Wohnungsneubauten weichen. Die Kirchengemeinde braucht also neue Räume – und wandte sich deshalb an die Stadt Calw. Bei den Gesprächen mit der Verwaltung entstand die Idee des gemeinsamen Gebäudes.