Das Kunstwerk des afrikanischen Malers El Loko zierte lange die mittlerweile säkularisierte Christuskirche in Öflingen und ist jetzt in der Hasler Kirche zu bewundern.
Die Zeit nach dem Sonntagsgottesdienst in Hasel gehörte Erich Hipp, der das Bild „Alpha und Omega“ vorstellte. Diesen Titel gab der afrikanische Künstler El Loko einem in spezieller Maltechnik, der Doppelgrundmalerei, erstellten Bild. Erhalten hat das Werk die evangelische Kirchengemeinde Hasel aus der mittlerweile entweihten Öflinger Christuskirche.
Hipp würdigte das Kunstwerk mit den Worten: „Der Titel Alpha und Omega wird in der christlichen Umgebung gerne als Ausdruck dafür verwendet, dass es für den Anfang und das Ende steht, wie die Buchstaben des griechischen Alphabetes. Zwischen den Buchstaben steht ein schräg gestelltes Kreuz als Sinnbild dafür, dass Christus zu uns auf die Erde gekommen ist und den schändlichen Tod am Kreuz erleiden musste. Durch die Verwendung von Pigmenten und Erde ist ebenfalls die Verbindung von Himmel und Erde durch den Künstler mit ins Bild genommen.
Überhaupt lässt sich der rechte Bildteil wie ein Türstock interpretieren: also ein Durchgang in eine andere/bessere Welt. Im oberen Teil benutzte er ein helles rosa und erzeugt dadurch den Eindruck von Helligkeit oder Licht. Ist dadurch vielleicht ein Sonnaufgang angedeutet?“
Darüber hinaus gab Hipp Einblicke in das Leben des Künstlers El Loko. Der 1950 in einem Fischerdorf nahe der togolesischen Hauptstadt geborene Maler lernte Textildesign bevor er einen Studienplatz in der Kunstakademie Düsseldorf erhielt. Von seinem Professor Joseph Beuys geförderte, studierte er Malerei, Bildhauerei und Grafik. 1977 erhielt er den Abschluss „Freie Kunst“ mit der Ernennung zum Meisterschüler. Damit war er einer der ersten akademisch ausgebildeten Künstler in Deutschland mit afrikanischer Herkunft. Interessant seine Einstellung zu Sprache und Alphabet. Er erschuf Kosmische Letter und strebte ein universelles Alphabet an. Ohne festgelegte Bedeutung, sondern mit individueller Auslegung sollte das Alphabet allen Menschen eine Reise zu sich selbst und dem Ganzen ermöglichen.
2016 verstarb El Loko unerwartet in seinem Geburtsort.
Eines seiner Werke hängt nun in der Hasler Peterskirche weiter und steht dort zur Besichtigung frei. Wer bei der Einweihung dabei war, nutzte nach dem Vortrag von Erich Hipp die Gelegenheit die Eindrücke mit vielen anderen Gästen zu teilen.