Die Erlaheimer Kirche trägt den Namen des Tagesheiligen St. Silvester. Foto: /Wolf-Ulrich Schnurr

Die katholische Kirchengemeinde feiert seit Jahrhunderten zum Jahreswechsel ihren Patron. Mindestens seit 1557 heißt das Gotteshaus St. Silvester.

In Deutschland gibt es insgesamt 18 katholische Pfarrkirchen, die St. Silvester heißen, neun von diesen stehen in Baden-Württemberg, das Erlaheimer Gotteshaus ist eine davon.

 

„Der Jahreswechsel wird in Erlaheim wie an anderen Orten gefeiert“, weiß Eberhard Wiget, der gewählte Vorsitzende der katholischen Kirchengemeinde, mit Feuerwerk, Sekt und Glockenläuten. „Der einzige Unterschied ist der, dass an diesem Tag das Kirchenpatrozinium mit einem normalen Gottesdienst gefeiert wird.“

Wer war Silvester? Papst Silvester wurde im Jahr 314 nach Christus Bischof von Rom und ist dort am 31. Dezember 335 gestorben. Sein Leben fiel laut Wiget in eine bedeutende Epoche der Geschichte des Christentums, „in die Wende der verfolgten Kirche hin zur staatlich geschützten und geförderten Institution, weshalb St. Silvester auch als ,Papst der Wende, bezeichnet wird“. Zu jener Zeit herrschte Kaiser Konstantin der Große über das römische Reich, der sich noch auf dem Sterbe taufen ließ.

Seit wann heißt die Kirche St. Silvester? Der älteste urkundliche Nachweis über das Bestehen der Kirche in Erlaheim ist vom Mai 1388“, berichtet Wiget. „Als Patron der Kirche wird Papst Silvester im Vertrag über die Verteilung des großen Fruchtzehnten vom Mai 1557 erstmals erwähnt.“ Heute steht im Altarraum eine Statue des Heiligen Silvester.

Wann und wie wird das Patrozinium gefeiert? Heutzutage ist Silvester in Erlaheim kein besonderer Feiertag mehr. Auch dieses Jahr ist ab 17 Uhr die Eucharistiefeier zum Kirchenpatrozinium und gleichzeitig zum Jahresschluss.