Schwester Teresa Zukic erzählt aus ihrem ereignisreichen Leben – etwa als Spitzensportlerin oder Sängerin. Foto: Kraibühler

Schwester Teresa Zukic, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, hat allerlei zu erzählen. Es geht um Genuss und Essen sowie die kleinen Momente im Leben.

Mit ihrer Redegewandtheit, ihrem Humor und ihrer Offenheit begeisterte Schwester Teresa Zukic mehr als 350 Besucher in der Evangelischen Stadtkirche in Dornhan. Die 61-jährige Ordensfrau ist ein Publikumsmagnet, der die frohe Botschaft von Jesus Christus lebensnah herüberbringt und die Zuhörer mit ihrer fröhlichen Art ansteckt.

 

Öffentlich bekannt wurde Schwester Teresa ab 1992 als „Skateboard fahrende Nonne“. In jungen Jahren war sie leidenschaftliche Turnerin, gehörte zu den Besten, ehe sie sich eines Nachts mit der Bibel beschäftigte. „Ich las: ‚Selig, die ein reines Herz haben‘ aus der Bergpredigt. So fing mein Abenteuer an“, erzählte Zukic in der voll besetzten Stadtkirche.

Sportlerin und Ordensschwester

Daniel Dölker sorgte dafür, dass man Schwester Teresa und ihren Bildervortrag auch auf den hinteren Plätzen gut über die Leinwand sehen konnte. Ihr Weg führte sie ins Kloster, zu den Vinzentinerinnen, später gründete sie eine neue Gemeinschaft.

Dann spult sie ihren Werdegang im Schnelldurchgang ab: Spitzensportlerin, Ordensschwester, Buchautorin, Komponistin, Referentin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes sowie der Bayerischen Verdienstmedaille.

Ein kostbares Publikum

Selbst nach einer Krebsdiagnose im Herbst 2020 ließ sich Schwester Teresa nicht unterkriegen. Ganz offen berichtet sie davon, wie sie die Krankheit überwunden hat, und schließt schmunzelnd ab: „Jetzt bin ich wieder da – Teresa 2.0.“

Ihre freundliche und warmherzige Persönlichkeit kommt an. Sie fragt das Publikum: „Wissen Sie eigentlich, wie kostbar Sie sind?“ Jeder sei so wertvoll, dass Gott sein Wertvollstes – seinen Sohn Jesus Christus – eingesetzt habe.

Sie ruft dazu auf, im Hier und Jetzt zu leben, die Momente zu genießen. Denn ein vergangener Tag komme nie wieder zurück.

Ein herzliches Lachen

Für Schwester Teresa hat das Leben viel mit Genuss zu tun. „Genuss ist eine Kunst, Essen dagegen ein Bedürfnis“, zitiert sie. Vier Dinge seien ihr im Leben besonders wichtig: genießen, leben, lieben und Gutes tun. Sie spricht auch die Gedankenhygiene an: „Was wir denken, das fühlen wir.“ Positive Gedanken, Genuss und Humor wirken sich unmittelbar auf das Leben aus.

Dann bringt sie die ganze Kirche für mehrere Minuten herzlich zum Lachen, bevor sie ein Lied anstimmt, das sie zusammen mit den Schlagersängern „Stimmen der Berge“ aufgenommen hat. Sängerin ist sie nämlich auch noch.

Die Antwort kam prompt

Nachdem sie aufgezählt hat, an wie vielen Stellen der Bibel Genuss und Essen eine zentrale Rolle spielen, gibt sie abschließend ihren Zuhörern ihre Genuss-Tipps weiter – etwa die kleinen Momente zu feiern, das genussvolle Nichtstun zu zelebrieren, sich jeden Tag etwas zu gönnen und auch kleine Erfolge zu feiern.

Silke Lampprecht hatte für die Schwester als Dankeschön eine Lebkuchen-Kirche gebacken, mit der sich Pfarrer Christoph Gruber bei Schwester Teresa bedankte. Zusammen mit Beate Pfau sei die Idee für die Einladung der Schwester entstanden, erzählte Gruber. Schon zwei Stunden nach der Anfrage sei ihre Zusage da gewesen.