Dekan Anton Bock (rechts) bedankte sich bei Willibald Haberer (Mitte) und Vivien Ohnemus (links) für ihr Engagement. Foto: Hering

Nach eineinhalb Jahren Renovierungsarbeiten wurde die katholische Kirche Sankt Benedikt in Alpirsbach am Sonntag mit einem festlichen Gottesdienst wiedereröffnet. Materialengpässe hatten dafür gesorgt, dass sich dieser Tag hinauszögerte.

Beschwingt begrüßten Kirchengemeinderatslaienvorsitzender Marc Wessle und Diakon Georg Lorleberg die Gottesdienstbesucher am Eingang der Kirche. Alpirsbachs Bürgermeister Michael Pfaff, der Kirchengemeinderatsvorsitzende der evangelischen Kirche Axel Kohler, der ehemalige Pfarrer der evangelischen Kirche Horst Schmelzle, acht Vertreter der muslimischen Gemeinde Alpirsbach und viele Gläubige hatten sich zum ersten Gottesdienst im neu renovierten Gotteshaus versammelt.

Dekan Anton Bock, Vikar Roman Fröhlich, der ehemalige Pfarrer Hans Schall und Diakon Lorleberg leiteten den Gottesdienst gemeinsam. Zunächst segnete Fröhlich die Kirche und übergab das Gotteshaus seiner Bestimmung.

Räume der evangelischen Schwestergemeinde Rötenbach wurden genutzt

Lorleberg sprach in seiner Predigt seinen Dank an die evangelische Schwestergemeinde in Rötenbach aus, in deren Räume der Gottesdienst während der vergangenen eineinhalb Jahre gefeiert werden konnte. Der Einzug in das neue Gotteshaus fühle sich jedoch an wie nach Hause zu kommen. Wie Lorleberg sagte, sei die Kirche Sankt Benedikt vor 66 Jahre geweiht worden. Nun erstrahle sie in neuem Licht. Er schloss mit dem alten Kinderlied „Tragt in die Welt nun ein Licht“.

Wie Bock nach dem Gottesdienst mitteilte, haben sich die Renovierungsarbeiten dadurch verzögert, dass Materialien aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht zur Verfügung standen. Erneuert wurde die gesamte Elektrik mit neuen LED-Beleuchtungsreihen und Strahlern, die die Kirche in neuem Licht erscheinen lassen. Durch die Strahler können gezielt Elemente angestrahlt werden. Die Wände wurden gereinigt, da sie nicht gestrichen werden dürfen. Das sei eine Auflage des Denkmalschutzes.

Platz für Kinderwagen, Gehhilfe oder Rollstuhl geschaffen

Zudem wurde die erste Sitzbankreihe entfernt. Dadurch wurde der Altarraum vergrößert und in der nun neuen ersten Reihe besteht die Möglichkeit, mit Kinderwagen oder auch Gehhilfen oder Rollstühlen Platz zu finden. Die Sitzbänke wurden neu gestrichen.

Erneuert wurden zudem die Heizkörper in den Sitzreihen, zumal die alten Heizungen nicht mehr dem Brandschutz genügten. Auch die Tontechnik wurde auf den neuesten technischen Stand gebracht. Neu ist die Orgel, jedoch wurde sie gebraucht aus den Niederlanden erworben.

Besonderer Dank für Willibald Haberer und Vivien Ohnemus

Bock dankte zum Abschluss des Gottesdienstes allen, die zur Gestaltung dessen beigetragen hatten. Vor allem dem Chor, der Schola, für die musikalische Gestaltung. Zwei Personen hob er besonders hervor: Willibald Haberer und Vivien Ohnemus. Sie engagierten sich, so Bock, während der Renovierungsarbeiten besonders uneigennützig. Er bat die beiden nach vorne zu kommen, um ihnen eine kleine Anerkennung zu überreichen. Anschließend lud der Dekan zu einem Stehempfang in den Kreuzgang ein.