Im Laufe der Saison wechselte Oliver Bliss das Auto und fuhr die Saison in diesem Skoda zu Ende. Foto: Rosenhauer

Der Kippenheimer Oliver Bliss hat die "Gentlemen Trophy" im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft als Dritter beendet. Damit kann er gut leben und will sich nun über den Winter so vorbereiten, dass er im neuen Jahr um Platz eins kämpfen kann.

Es war keine ganz einfache Rallye-Saison, die hinter dem Rennfahrer Oliver Bliss liegt. Für den Inhaber vom Autohaus Bliss in Kippenheim ging jedoch ein Traum in Erfüllung. Zum ersten Mal nahm er an der "Gentlemen Trophy", eine Sonderwertung des ADAC, die bei fünf von sieben Läufen der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) ausgeschrieben war, teil.

Dabei lief jedoch nicht alles komplett nach Plan, während der Rennserie musste Bliss das Auto wechseln. Vom Peugeot, mit dem er am Anfang unterwegs war, stieg er auf einen Skoda um. "Das war natürlich schon eine Umstellung", sagt der erfahrene Rennfahrer im Rückblick. Sein Saisonziel, den Sieg in der "Gentlemen Trophy", hat er daher am Ende knapp verpasst. Nach den fünf Rennen – zwei davon schloss Bliss mit einer Nuller-Wertung ab – stand der Kippenheimer auf Rang drei.

Und auch wenn er mit dem obersten Platz auf dem Podest geliebäugelt hatte, so zog er dennoch ein positives Fazit zur Rennserie, in der er sich am Ende nur den Topfahrern Dennis Rostek und Georg Berlandy geschlagen geben musste. Beide hatte er schon im Frühjahr als Hauptkonkurrenten um den Sieg ausgemacht.

"Wir können am Ende mit dem dritten Platz gut leben", lautet Bliss’ Fazit zur "Gentlemen Trophy", die bereits im August endete. Der Kippenheimer war jedoch nicht untätig, sondern startete mit seinem Boliden bei den verbleibenden Läufen der Deutschen Rallye-Meisterschaft, der ersten Liga dieses Sports. Von technischen Problemen wurde er jedoch auch hier nicht komplett verschont.

Bei mehrere Prüfungen versagt die Bremse von Bliss’ Rennwagen

Beim letzten DRM-Lauf Mitte Oktober versagte auf einmal die Bremse des Skodas. Aufgeben wollte Bliss jedoch nicht, stattdessen fuhr er mehrere Prüfungen nur mit der Handbremse. "Es waren extrem schwierige Bedingungen", sagt Bliss über die Läufer bei der Drei-Städte-Rallye, bei der er es trotz technischer Probleme ins Ziel schaffte.

Und auch seine Platzierung im Wettkampf mit den besten Rallye-Fahrern des Landes kann sich mit Rang sechs durchaus sehen lassen. Auch damit zeigte sich Bliss sehr zufrieden – und will mehr. "Im nächsten Jahr wollen wir die ›Gentlemen Trophy‹ gewinnen", setzt er sich große Ziele. Denn eines ist klar: auch in der kommenden Saison will der Kippenheimer wieder in der ersten Liga des Rallye-Sports dabei sein.

Auch dann wird er wieder in seinem Skoda sitzen, der Wagen habe sich bewährt, so Bliss. Im Winter steht nun die Revision des Autos an, Anfang Februar wird dann erstmals getestet, bevor dann im April schon wieder die DRM startet. Eine lange Winterpause gibt es für Bliss also nicht, schon jetzt kreisen seine Gedanken um die kommende Meisterschaft. "Wir werden anders – und vor allem besser – vorbereitet sein, als in dieser Saison", ist Bliss überzeugt.

Zunächst steht am 26. November die "After-Season-Party" im Kippenheimer Autohaus an. Dabei sein wird Walter Röhrl, der einzige deutsche Rallye-Weltmeister. Er wird "Taxifahrten" für die Gäste anbieten, die Einnahmen hieraus werden gespendet.