Projekt: Kippenheimer Bau liegt trotz schwieriger Marktsituation weiterhin im Zeit- und Kostenrahmen

Der Keller ist fertig, nun wächst das Kippenheimer Bürgerhaus an der B 3 in die Höhe. Trotz Preissteigerungen und Verzögerungen liegt das Gebäude weiterhin im Zeit- und Kostenplan, beruhigte der Projektmanager dem Gemeinderat.

Kippenheim. Wie es aktuell um den Bau des Bürgerhauses steht, darüber informierten Bürgermeister Matthias Gutbrod und Projektleiter Ralph Beck am Montag in der Kippenheimer Gemeinderatssitzung. Aufgrund von Erdarbeiten und Frost verzögert sich der Baubeginn des Bürgerhauses um sechs Wochen. Allgemein liege man mit den Arbeiten im Zeitrahmen, erklärte Beck von der gleichnamigen Firma. Das künftige Gebäude ist bereits teilunterkellert, der Keller komplett fertig. Die Bodenplatte ist gesetzt, die Bühne – sichtbar zur B 3 hin – schon zu sehen. Dahinter ist eine Wand aus Sichtbeton errichtet. Der Haupteingang ist erkennbar, die Wand zum Konzertsaal und Foyer ist mit sägerauem Holz verschalt.

Auch die Kosten liegen bis jetzt im Rahmen, berichtete Beck dem Rat weiter; man beobachte aber täglich die allgemeine Marktsituation in Bezug auf Preissteigerungen und Materialknappheit. Einzelne Firmen haben Probleme mit Materiallieferungen. Handwerksfirmen würden darum kämpfen, die Lieferpreise in ihren Kalkulationen unterzubringen.

Gestiegener Holzpreis macht sich bemerkbar

Bei den Vergaben schlugen beim Posten Innentüren die momentanen Holzpreissteigerungen satt auf den Endpreis durch, Beck bezifferte die Überschreitung des diesbezüglichen Budgets mit 160 Prozent. Der Einbau von zwei großen Flurtüren und 21 Innentüren kostet nun 75 000 Euro. Dieses Gebot von der Firma Ness aus Friesenheim war das günstigste, sie erhielt den Auftrag. Eine erneute Ausschreibung mochte Projektleiter Beck zum einen deshalb nicht empfehlen, weil in naher Zukunft nicht mit sinkenden Preisen zu rechnen sei, und zum anderen wegen der Lieferfrist von bis zu zehn Wochen.

Aufschieben müssen Projektleiter und Gemeinde dagegen die Vergabe der Estricharbeiten und des sichtbaren Fußbodens. Der größte Teil des Estrichs soll sichtbar bleiben und wird laut Plan eingefärbt. Zu diesem Posten seien keine verwertbaren Angebote eingegangen, vor allem weil Firmen, die auf den sichtbaren Fußboden spezialisiert seien, kein Angebot eingereicht hätten. Nun will Beck die Ausschreibung splitten. So sollen in einer zweiten Aufforderungsrunde Firmen mit Spezialbereich sichtbarer Fußboden und Firmen, die "normalen" Estrich verarbeiten, in Bezug auf die jeweiligen Arbeiten getrennt voneinander ausgeschrieben werden.

Einen kleineren Posten gab’s unter Innenputz- und Trockenbauarbeiten zu vergeben, dort erhielt die Firma Emter aus Freiburg zum Angebot von 56 000 Euro den Auftrag.