Die Ermittlungen in Bollschweil sind abgeschlossen. Foto: dpa

Ein Mann soll im vergangenen Herbst in Bollschweil seine Tochter getötet haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg soll der 59-Jährige nun in die Psychiatrie.

Im Fall des getöteten achtjährigen Mädchens aus Bollschweil im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald geht die Staatsanwaltschaft Freiburg mittlerweile von einem Mord im Zustand der (teilweisen) Schuldunfähigkeit aus und strebt eine Unterbringung des 59 Jahre alten Vaters des Kindes in der Psychiatrie an. 

 

Dort sei der Mann, nachdem ein Gutachter eine psychische Erkrankung bei dem Verdächtigen diagnostiziert hat, derzeit auch vorläufig untergebracht, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Ermittlungsbehörden.

Der Mann soll im vergangenen Oktober das Haus seiner getrennt lebenden Familie aufgesucht haben, die Mutter und den Sohn aus dem Haus gesperrt und dann seine Tochter brutal mit Hieb- und Stichwerkzeugen umgebracht haben.

Ein am Tatort eintreffender Polizist, der auf den Angreifer durch ein Fenster schoss und den Mann auch traf und verletzte, konnte das tödliche Drama nicht verhindern. Danach hatte der Angreifer sich widerstandslos festnehmen lassen.

Die staatsanwaltschaftliche Untersuchung zum Schusswaffengebrauch durch den Beamten ist mittlerweile abgeschlossen und zu dem Ergebnis gekommen, dass der Einsatz gerechtfertigt war.

Das Landgericht Freiburg muss nun entscheiden, wann das Verfahren gegen den deutschen Staatsbürger eröffnet wird.