Nach einer Woche ist es so weit: Die Kinder zeigen in der Wasserfallhalle, was sie gelernt haben. Foto: Schneider

Beim Oberndorfer „Sommerspass“ üben sich Kinder in Artistik, Clownerie und Zauberei. Die finale Aufführung in der Wasserfallhalle macht das Publikum sprachlos.

Zirkus steht für Vielfalt, ist bunt, bringt zum Lachen, verzaubert und erstaunt: 17 junge Artisten haben sich im Zirkus „Frodiko“ genau dieser Aufgabe angenommen.

 

Vier Tage lang besuchten sieben bis 14-Jährige Workshops in der Wasserfallhalle und probten für ihren großen Auftritt am Freitag. Es ist erstaunlich, was die jungen Magier, Fakire, Clowns und Artisten innerhalb dieser kurzen Zeit gelernt haben.

Klaus Klücklich und Vroni Frohnella sind für den Notfall da, doch Ferdinand hat seine Vorführung perfekt vorbereitet. Foto: Schneider

So hat die siebenjährige Lena beispielsweise gelernt, Teller zu drehen. Der achtjährige Johannes hingegen sieht seine Stärken in der Zauberei. Das Schönste für ihn war, „das gemeinsame Zaubern mit den anderen“, sagt er. Neben kleinen Zaubertricks, bei denen er beispielsweise fünf Euro verschwinden und im Hut seines Betreuers wieder auftauchen ließ, machte er mit seinem Zauberer-Kollegen den Schwerter-Trick. Die mutige Fiona kletterte dabei in eine Kiste, in die die Magier Holz-Schwerter steckten. Das Publikum wurde regelrecht verzaubert, als die Schwerter wieder herausgezogen wurden und aus der Kiste plötzlich ein Junge kletterte – und dann erst Fiona.

Eine Frage der Balance? Nicht für die „Frodiko“-Kids. Die können das einfach gut. Foto: Schneider

Da die größeren Kinder die Zirkusprofis Klaus Klücklich und Vroni Frohnella bereits aus der Kinderspielstadt Okidorf kennen, lockte das Zirkusangebot auch wieder alte Hasen wie den 14-jährigen Ferdinand. Von Jonglage bis zur Bärenwalze über einen Auftritt als Clown hat er alles ausprobiert und perfektioniert. Mit seinem Lieblingsauftritt auf dem „Rola Bola“, brachte er das Publikum zum Staunen. Es ist schon ein cooler Trick, wenn man auf einem Holzbrett auf einer Rolle balanciert und sich um 180 Grad durch einen Sprung dreht – noch beeindruckender ist es aber, das auf drei liegenden Bärenwalzen zu tun. Mit seinem Artisten-Kollegen Luis zeigte er bei der Jonglage mit Bällen und Ringen sein Können. Zirkusdirektor und -lehrer Klaus Klücklich lobte Luis, der alle seine Tricks in dieser Zirkuswoche erlernte.

Zauberer verblüffen das Publikum in der Wasserfallhalle. Foto: Schneider

Ein weiteres Multitalent ist Selina, die vor ihren Auftritten zwar nervös war, beim Tellerdrehen, Kugellaufen, „Rola Bola“ und an den „Flower Sticks“ aber absolut sicher aussah.

Nachdem sich die Wasserfallhalle in eine Zirkusmanege verwandelt hatte, zeigten die Kinder ihre neu erlernten Fähigkeiten. Durchs Programm führten zwei Zirkus-Moderatorinnen, die mit lustigen Geschichten die Nummern ansagten. Sie wurden ständig von albernen Clowns unterbrochen, die beispielsweise mit einem Loch im Eimer Jonglierbälle einsammeln sollten. Eine in Oberndorf bekannte Zirkusnummer ist der „Fliegende-Fische-Clown“, der das Programm solange unterbricht, bis er seinen Trick zeigen darf. Eine fliegende Thunfisch-Dose ist wahrlich nichts, was man jeden Tag sieht.

Alle Auftritte wurden in kleinen Gruppen gezeigt. So haben unter anderem die Akrobatik-Mädchen mit ihren Gymnastik-Bändern und ihrer Pyramide als Schlusspose überzeugt. Ebenso gab es drei mutige Fakire, die auf einem Nagelbrett stehen und über Scherben laufen konnten. Wie sich das in einem richtigen Zirkus gehört, winkten alle Artisten nach ihrer fast zweistündigen Vorführung und verabschiedeten sich von einem fleißig klatschenden und jubelnden Publikum.

Zirkus mit Zertifikat

Um die fleißigen Artisten zu belohnen, bekamen sie nach ihrem großen Auftritt alle eine Urkunde von den Zirkusdirektoren überreicht. Die Zirkuswoche wurde vom Kinder- und Jugenbüro geleitet, wobei Christiane Bondzio, Lilli Wilke und Soraya Weiß die Kinder betreuten.