Nicole Hirt ist die neue Leiterin des Hochemminger Kindergartens Funkelstein. Foto: Florian Hahnel

In Hochemmingen dürfte sich die Fremdbetreuung von Kleinkindern in der Einrichtung Funkelstein reduzieren, zudem wird diese wohl teurer.

Der Ortschaftsrat votierte nun einstimmig für die Streichung einer halben Gruppe. Streng genommen ist Funkelstein keine Kindertagesstätte, sondern lediglich ein normaler Kindergarten. Nachmittags werden oft weniger als fünf Kinder fremdbetreut.

 

Das finanziell klamme Bad Dürrheim nutzt jede Einsparmöglichkeit, der Hochemminger Beschluss dürfte im Gemeinderat abgenickt werden. Auch in der Kur- und Bäderstadt ist die Geburtenrate nach einem Hoch in den vergangenen Jahren deutlich rückläufig, Bürgermeister Jonathan Berggötz rechnet insgesamt mit einer über siebenprozentigen Verteuerung der Kinderfremdbetreuung in ganz Bad Dürrheim.

Die Funkelstein-Einrichtung zählt momentan 53 Eleven und ist moderat unterbelegt, dies lässt die Kämmerei natürlich hellhörig werden. Was hat die Stadt von der Streichung einer halben Gruppe? Weniger Personalkosten. Weshalb es für die Eltern trotzdem wohl nicht günstiger wird, müssen die Gemeinderatsmitglieder und die Angestellten in der kommunalen Verwaltung formulieren.

In Bad Dürrheim decken die Elternbeiträge nur knapp zehn Prozent der gesamten Kosten der Kinderfremdbetreuung, diese ist also ein Zuschussbetrieb. Pluspunkt für die Kur- und Bäderstadt: Bei Bedarf gibt es für jedes Kind weiterhin einen Platz innerhalb einer eventuellen Fremdbetreuung.

Die neue Funkelstein-Leiterin Nicole Hirt befindet sich seit ihrem Arbeitsbeginn im Januar in nicht unbedingt ruhigem Fahrwasser, natürlich wünscht sich auch die 39-Jährige andere Zahlen. Immerhin: Nach dem Willen der Hochemminger Ortschaftsräte soll die Streichung der halben Gruppe zurückgenommen werden, falls es mit der Geburtenrate wieder aufwärts geht.

Die Landschaftsputzete im größten Bad Dürrheimer Stadtteil findet am 18. April statt, die Teilnehmer treffen sich um 9.30 Uhr an der Bergweghalle.