Die Öffnungszeiten bei der Kinderbetreuung in Tuningen wird verringert. (Archiv) Foto: Erich Bieberstein

Aufgrund reduzierter Nachfrage aber auch wegen fehlender Fachkräfte werden im Familienzentrum Tuningen die Betreuungszeiten ab kommenden Kindergartenjahr reduziert.

Die Gemeindeverwaltung informierte den Gemeinderat über die neuen Öffnungszeiten, auf die man sich geeinigt hat.

 

Für eine bisherige Ganztagesgruppe bedeutet dies konkret eine Umwandlung in eine Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit. Und für die weitere Ganztagesgruppe verkürzt sich das Nachmittagsangebot von 7 bis 16 Uhr am Montag bis Donnerstag und freitags bis 15 Uhr. Hier wird jeweils um eine Stunde gekürzt.

Bürgermeister Ralf Pahlow wie auch Hauptamtsleiterin Celine Rothweiler begründen dies mit teils geringerer Nachfrage aber insbesondere mit dem Problem, weitere Fachkräfte für die Kinderbetreuung zu finden. Aber auch aktuell spürt man den Personalmangel bereits, denn jetzt schon schließt die Ganztagesbetreuung eine halbe Stunde früher als vorgesehen.

Personalmangel macht sich bemerkbar

„Der Personalmangel macht uns deutlich zu schaffen und stellt uns vor erhebliche Probleme, aber das ist ja auch ein landesweites Problem“, so Pahlow. Sein Team gibt bereits alles, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Dies führe immer wieder zu immensen Herausforderungen, für die man viel Idealismus benötige. Insgesamt musste man seit September bereits 16 Notgruppen bilden, da keine Mitarbeiter vorhanden und somit keine Betreuung gewährleistet war.

Man reagiere auf die Nutzungszeiten. So sei in den vergangenen Monaten kaum Bedarf ab 16 Uhr vorhanden gewesen, und da mache es wenig Sinn, dass man hier zwei erforderliche Betreuerinnen für eine Handvoll Kinder vorhalte und diese Stunden dann für die weitere Betreuung fehlten.

Neuer Modus bei Anmeldung für Ferienbetreuung

Getrennt werden künftig die Anmeldungen für die Ferienbetreuung. Die Eltern können ihre Kinder gezielt für die verschiedenen Ferien wochenweise anmelden, so könne man sich gezielt nach dem Bedarf richten. Für 40 Plätze hat man hier Kapazität, und bei einer rechnerischen Überbelegung wird dann nach einem Punktesystem entschieden.

Dieses Punktesystem wird künftig auch für die Kernzeit angewendet, aktuell nutzen 58 Kinder dieses Betreuungsangebot. Da aus aktueller Sicht lediglich fünf Kinder die Betreuung zum Schuljahresende 2024 verlassen und nach einer Bedarfsanfrage 22 Erstklässler hinzu kommen ist keine ausreichende Kapazität vorhanden und es wird zu Einschränkungen kommen.