Die Sommerkampagne der Neuhengstetter DLRG war erfolgreich, und auch für das neue Jahr haben sich die Lebensretter einiges vorgenommen. Foto: DLRG

Die pandemiebedingte Bäderschließung hat die ohnehin schon prekäre Situation im Bereich Kinderschwimmen noch verschärft.

(sb/pm). Um einer "Generation Nichtschwimmer" entgegenzuwirken, hatte der Bundesverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Sommer die Kampagne "Seepferdchen für alle" ins Leben gerufen. Daran hat sich auch die Neuhengstetter DLRG-Ortsgruppe beteiligt. Eine Initiative der DLRG-Landesverbände Baden und Württemberg sowie des Badischen Schwimmverbands und des Schwimmverbands Württemberg fördert die Umsetzung der Kurse zusätzlich finanziell, teilen die Neuhengstetter Rettungsschwimmer mit. "Bei der Lösung dieser landesweiten Problematik mit großer gesellschaftlicher Tragweite darf es keine Gegner, keine Rivalen, noch nicht einmal Mitbewerber auf dem Markt geben. Hier gilt es, gemeinsam und partnerschaftlich, Hand in Hand und in die Zukunft gewandt anzupacken, um für Abhilfe zu sorgen", heißt es auf der Seite der Schwimmverbände und DLRG Landesverbände in Baden-Württemberg.

Aufwand hat sich gelohnt

Auch die Neuhengstetter Ortsgruppe hat sich an der Initiative beteiligt. Insgesamt 36 zusätzliche Schwimmkurse wurden von der DLRG Neuhengstett angeboten. Die letzten, die erst Ende August anfingen, liefen bis Mitte Dezember. Durch viele Anfragen vonseiten der DLRG und dadurch entstehende Kooperationen konnte die Kurse in zwei Hallenbädern (Althengstett und im Sprachheilzentrum in Stammheim) und vier Freibädern (Bad-Liebenzell, Bad Teinach, Höfen und Stammheim) angeboten werden, außerdem zwei Seepferdchentage in den Freibädern Stammheim und Höfen, ist in der Mitteilung weiter zu lesen. "Erst mal die Wasserflächen zu finden, war schon eine Herausforderung für sich", berichtet der Vorsitzende der Neuhengstetter Ortsgruppe, Maik Heisterkamp. Doch der Aufwand habe sich gelohnt. So sollen die entstandenen Kooperationen und auch Freundschaften im Jahr 2022 intensiviert werden, um nachhaltig in der Zukunft mehr Schwimmkurse anbieten zu können – auch weit über die Grenzen der Gemeinde Althengstett hinaus.

Die Bilanz der Sommerkampagne kann sich laut Ortsgruppe sehen lassen: Während der 36 zusätzlichen Schwimmkurse haben mehr als 300 Kinder ihr Seepferdchen bei der DLRG Neuhengstett abgelegt. Für die Kurse haben 42 Ausbilder Helfer mehr als 1200 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Wasserflächen gesucht

Besonderer Dank gebührt, so Leni Okrent, Referatsleitung Kinderschwimmkurse, der Gemeindeverwaltung Althengstett. Dank dieser und dem Schwimmmeister-Team können auch im kommenden Jahr zusätzliche Kinderschwimmkurse angeboten werden. Daneben werde weiter an Ideen und Konzepten zur Kinderschwimmausbildung gearbeitet. Soll es beispielsweise in Kürze "Mini-Schwimmkurse" geben, in denen in kleinen Gruppen das Schwimmen gelehrt wird. "Hier sind wir noch auf der Suche nach Wasserfläche", betont Okrent und bittet Besitzer selbiger, diese für Schwimmkurse zur Verfügung zu stellen.

Informationsabend Anfang Januar

Nachdem die Suche nach Helfern für die Schwimmkurse im Sommer erfolgreich verlief und die DLRG Neuhengstett dadurch neue Mitglieder gewinnen konnte, soll Anfang Januar für interessierte Personen ein Informationsabend "DLRG – mein Verein" stattfinden, bei dem die Vielfältigkeit der DLRG vorgestellt werden soll. Für das Jahr 2022 haben die Lebensretter aus Neuhengstett jedenfalls einiges geplant.