Beim großen Sommerfest der Kinderklinik Schömberg ist die Tanzgruppe des Wintersportvereins Schömberg aufgetreten. Die Besucher erwartete ein buntes Programm. Unter anderem jede Menge Musik. Foto: Wallburg

Ein großes Sommerfest fand in der Kinderklinik Schömberg statt. Viel Prominenz und Besucher waren gekommen. Auch Neuigkeiten gab es zu berichten.

Ein reichlich buntes Programm für die ganze Familie hat auch dieses Jahr wieder die Kinderklinik Schömberg auf die Beine gestellt. Zwei Klinikclowns der Stiftung „Humor hilft Heilen“ begleiteten das komplette Fest.

 

Kinder sind am Tag einer Operation in besonderem Maße Stress und Anspannungen ausgesetzt, so auch in Schömberg. Gleichzeitig stehen ihre Eltern vor besonderen Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten. Damit alle mit dieser belastenden Situationen besser umgehen können, wurde das Projekt „Mit dem Klinikclown bis zum OP“ Mitte der 1990er-Jahre gegründet – und begleitet die Kinderklinik bis heute, erläuterte Tobias Renk, Ärztlicher Direktor bei seiner Begrüßungsansprache.

Öffentlich vorgestellt

Dirk Berner, seit Kurzem Mitglied in der Geschäftsführung der Kinderklinik Schömberg, sowie Andreas Felchle, Vorsitzender des Kinderzentrums Maulbronn, waren ebenso eingeladen wie Herta Däubler-Gmelin, Schirmherrin des Fördervereins „Freunde der Kinderklinik“ Schömberg und Udo Bertsch, stellvertretender Bürgermeister der Stadt. Heike Ackermann, Geschäftsführerin der Reha-Südwest Konzerngesellschaft für Behinderte, musste ihre Teilnahme absagen und lies dafür ein Grußwort verlesen.

Dirk Berner (links), neuer Geschäftsführer in der Kinderklinik Schömberg, und Andreas Feichle, Vorsitzender des Kinderzentrum Maulbronns Foto: Wallburg

Formaler Prozess Wie bereits im Februar mitgeteilt, wird bis Mitte des Jahres das Kinderzentrum Maulbronn die Gesellschaftsanteile der Kinderklinik Schömberg übernehmen und in der „Deutsches Zentrum für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie gGmbH“ bündeln. Der formale Prozess ist nahezu abgeschlossen. Dadurch wird nunmehr das größte eigenständige Kinderkrankenhaus in Baden-Württemberg sowie die größte Kinderneurologische Fachklinik in Deutschland entstehen. Andreas Felchle wie auch Dirk Berner nutzten die Gelegenheit, sich nunmehr auch öffentlich vorzustellen, kurz die Beweggründe des Zusammenschlusses zu erläutern und zu versichern, dass der Standort Schömberg keinesfalls geschwächt, sondern vielmehr gestärkt werde und es auch organisatorisch keine Veränderungen gebe.

Beide Kliniken bieten, so beide, in ihrem Fachgebiet eine einzigartige, hochspezialisierte medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche sowie deren Familien.

Das Kinderzentrum Maulbronn, mit seiner langjährigen Expertise in der Kinderneurologie und Sozialpädiatrie, betreibt unter anderem das zweitgrößte Sozialpädiatrische Zentrum in Baden-Württemberg, eine Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie mit 51 im Landeskrankenhausplan eingetragenen Planbetten sowie eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Pforzheim.

Qualität steigern

Trotz des bedeutenden Wachstums in den vergangenen Jahren, sowohl in personeller als auch in baulicher Hinsicht, seien die Kapazitäten der Klinik mittlerweile ausgeschöpft. Die Kinderklinik Schömberg ergänzt das Netzwerk als führende Einrichtung im Bereich der kinderneurologischen Versorgung und bringt, neben den 62 im Landeskrankenhausplan eingetragenen Planbetten, seine Expertise im Bereich der neurologischen Frührehabilitation mit ein. Der Zusammenschluss beider Kliniken biete nun die Möglichkeit, Synergien zu nutzen, um die medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche in der Region und darüber hinaus signifikant zu verbessern. Ziel sei es, durch eine noch intensivere Zusammenarbeit und Spezialisierung, die Qualität der Behandlung in der Kinderneurologie und Sozialpädiatrie weiter zu steigern.

Verbesserung Mit der Gründung des Deutschen Zentrums für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie entstünde eine medizinische Einrichtung, die weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus Bedeutung habe. Die Neugründung beziehungsweise Erweiterung der Medizinischen Versorgungszentren in den Bereichen Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie werde zusätzlich zur Verbesserung der Versorgung in den Landkreisen Enzkreis und Calw beitragen, betonten Felchle und Berner.

Däubler-Gmelin beteuerte, auch weiterhin als Schirmherrin zur Verfügung zu stehen. Udo Bertsch beglückwünschte alle zu der zukunftsweisenden Entscheidung und freute sich über die Stärkung des Standorts Schömberg.

Inklusives Kinderkarussell

Spaß und Unterhaltung Ein buntes Programm erwartete anschließend die vielen Gäste aus nah und fern.

Es gab interessante Einblicke in Polizei- und Rettungsdienst, Höhenrettungsaktionen des DRK-Ortsvereins Calw, verschiedene Mitmachaktionen, zahlreiche Verkaufsstände, jede Menge Musik und selbstverständlich auch künstlerische Darbietungen wie die der WSV-Tanzgruppen Schömberg. Ein neues, inklusives Kinderkarussell, welches durch die Stiftung ermöglicht wurde, kann wegen ausstehender Betriebsabnahme erst am 11. Juli um 15 Uhr eröffnet werden.

Klinikführung Bei einer umfassenden Klinikführung wurden später noch wichtige Einblicke in die Arbeit des neurologisches Fachkrankenhauses mit seinen 62 Planbetten gegeben. Wie bei der Führung zu erfahren war, werden dort Säuglinge, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichsten neurologischen Diagnosen behandelt. Kernkompetenzen liegen in einer umfassenden Versorgung schwer betroffener Patienten mit hohem Betreuungsaufwand. Ärzteteam, Pflege- und Therapeutenteam sowie Pädagogen von Klinikschule und Kindergarten arbeiten dabei Hand in Hand.