Die Kindergarten-Erweiterung beschäftigt weiterhin den Gemeinderat in Fluorn-Winzeln. Das Gremium vergab in seiner jüngsten Sitzung weitere Gewerke. Auch eine vorübergehende Bleibe für die Kinder soll angeschafft werden.
Neben der Erweiterung des Kindergartens waren auch die Aufstellung der Vorschlagslisten für die Wahl zu Schöffen und Jugendschöffen sowie die Bebauungsplan-Änderung „Fichtenäcker 1“ die bestimmenden Themen der Gemeinderatssitzung im Winzelner Rathaus.
Hauptamtsleiterin Stefanie Grumbach erläuterte das Prozedere der Schöffenwahl. So würden die vier Wahlvorschläge, welche vom Gemeinderat einstimmig angenommen wurden, beim Amtsgericht Oberndorf eingereicht, dort treffe man aus allen eingehenden Vorschlägen eine Auswahl – die Gemeinde habe somit keinen Einfluss welche Schöffinnen und Schöffen bestellt würden.
Keine Wohnnutzung mehr möglich
Man habe letztendlich auch keine Garantie dass einer der Vorgeschlagenen zum Zuge käme. Für die Schöffenwahl wurden Hermann Josef Schmahl, Karl-Heinz Hezel und Oliver Daniel Frei vorgeschlagen, als Jugendschöffe möchte sich Werner Erwin Obergfell zur Wahl stellen.
Einstimmig wurde auch der Bebauungsplanänderung im Gewerbegebiet „Fichtenäcker 1“ zugestimmt sowie der Planentwurf gebilligt. Stefanie Grumbach trug die Entwürfe des Planungsbüros Gfrörer vor und erläuterte die Einzelheiten. So sei eine neue Wohnnutzung im Gewerbegebiet aufgrund wachsender Ansiedlungen von Gewerbetreibenden nicht mehr zulässig, bereits bewohnte Gebäude hätten jedoch Bestandsschutz. Die bisherige Bewohnung sei vor allem von Betriebsleitern oder Aufsichtspersonal genutzt worden.
Container wird angeschafft
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Vergabe der Containeranmietung für den Kindergarten Winzeln sowie die Abstimmung über Bauleistungen bei der Kindergarten-Erweiterung. Es werden Container, welche ab Oktober bezogen werden können, auf der Wiese neben dem Kindergarten aufgestellt. Die Mietdauer liege bei zwölf Monaten inklusive Vorlaufzeit, auch mit der Option auf Verlängerung, falls sich etwas am Bau verzögere, oder sich nach Fertigstellung noch weiterer Platzbedarf ergebe. Zu den Kosten von 130 000 Euro bekomme die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent, so Bürgermeister Rainer Betschner.
Für die Arbeiten am Kindergarten bekamen die jeweils günstigsten Angebote die Zustimmung vom Rat. Die Innentreppen werden an eine Aichhaldener Firma zum Preis von 87 029,43 Euro vergeben, die Innentüren baut eine Schreinerei aus Hochmössingen ein – Kostenpunkt 49 633,71 Euro. Und für den Sonnenschutz erhielt ein Betrieb aus Obermusbach mit dem Angebot von 18 418,70 Euro den Zuschlag.
Unter dem Punkt „Anfragen und Anregungen“ gab Betschner auf die Frage einer Gemeinderätin bekannt, dass für ein „Freiwilliges soziales Jahr“ (FSJ) im Kindergarten, noch keine Bewerbungen eingegangen seien, man aber die Stelle weiter ausschreiben werde.