Genau studiert haben die Schabenhausener Ortschaftsräte den am Dienstagabend vorgestellten zweiten Vorentwurf für die Kindergartenerweiterung. Foto: Albert Bantle

Die Erweiterung des Kindergarten stand im Blickpunkt der jüngsten Sitzung des Schabenhausener Ortschaftsrates. Nach dem Willen des Gremiums soll die Gemeinde das Projekt forcieren. Wann Baubeginn sein wird, ist indes offen.

„Der Spatenstich wird erst erfolgen, wenn von allen Beteiligten die komplette und fertige Werkplanung vorliegt“, betonte Ortsbaumeister Hartmut Stern. Und das müsse nicht unbedingt noch in diesem Jahr sein. Die reine Bauzeit gab er mit rund einem Jahr an.

Die Architekten Andreas Klockow und Thomas Scherlitz vom Architekturbüro MKS aus Trossingen erläuterten, dass in dem nun vorliegenden Entwurf, so es möglich war, die Wünsche der Betroffenen berücksichtigt wurden. Vor allem die Stiftung Lernen Fördern Arbeiten (LFA), die im Auftrag der Gemeinde die Trägerschaft für den Kindergarten hat, äußerte gegenüber der ersten Planung einige Änderungswünsche.

Aufzug geplant

Gehört wurden auch die im Haus der Vereine, in dessen Erdgeschoss der Kindergarten untergebracht ist, mit Räumen vertretenen Vereine. Sie dürfen sich freuen: Im Zuge der Baumaßnahme soll ein Aufzug eingebaut werden, so dass dann nicht nur die Kindergartenräume, sondern alle Etagen, inklusive des Proben- und Veranstaltungsraumes im Obergeschoss, barrierefrei zu erreichen sind.

Auf der Grundlage des ersten Entwurfs gingen die Architekten von Gesamtkosten in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro aus. Mit Blick auf Preissteigerungen und die Änderungen im aktuellen Entwurf bezifferten sie die voraussichtlichen Kosten nun auf rund 2,4 Millionen Euro. Da es auf dem Bausektor etwas ruhiger geworden ist, hoffen sie auf günstige Ausschreibungsergebnisse.

Kinder aus allen Ortsteilen sollen in der neuen Gruppe betreut werden

Vorgesehen ist, den bisher eingruppigen Kindergarten so zu erweitern, dass dort künftig eine zweite Gruppe betreut werden kann. Ortsbaumeister Stern und Bürgermeister Martin Ragg betonten, dass man alle Kindergärten in der Gesamtgemeinde unter die Lupe genommen und festgestellt habe, dass der Kindergarten Schabenhausen für eine Erweiterung am besten geeignet sei. Mit Blick auf fehlende Kindergartenplätze in der Gesamtgemeinde betrachten beide die Erweiterung als Maßnahme für die Gesamtgemeinde. Es sei klar, dass in den beiden Gruppen auch Kinder aus den anderen Ortsteilen betreut werden sollen. Zudem sei durch die Erweiterung der Kindergartenstandort Schabenhausen langfristig gesichert.

Sozialraum für Erzieherinnen

Im Kindergarten soll es statt bisher einem zwei Gruppenräume geben. Hinzu kommt für jeden Gruppenraum ein Nebenraum, in dem Kinder einzeln oder in kleinen Gruppen individuell betreut und gefördert werden können. Auch soll es für die Erzieherinnen einen Sozialraum geben, was bisher nicht der Fall war.

Im Untergeschoss ist ein Mehrzweckraum geplant, der vielseitig nutzbar und so konzipiert ist, dass er, sollte irgendwann Bedarf bestehen, auch als Gruppenraum genutzt werden könnte.

Größere Änderungen im Sanitärbereich

Größere Veränderungen wird es im Sanitärbereich geben, so dass nicht auszuschließen sei, dass übergangsweise während der Bauphase ein extra Sanitär-Container aufgestellt werden muss. Alle übrigen Baumaßnahmen sollen in Abstimmung mit dem Träger und den Erzieherinnen während des laufenden Kindergartenbetriebes möglichst ohne größere Beeinträchtigungen ausgeführt werden.