Die Fertigstellung der Erweiterung sei für Ende Juli dieses Jahres vorgesehen. (Archivfoto) Foto: Albert Bantle

Einstimmig beschloss der Niedereschacher Gemeinderat die Einrichtung einer weiteren Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten im Kindergarten Schabenhausen zum September.

Ebenso votierte das Gremium für den Betreibervertrag mit der Stiftung „Lernen-Fördern-Arbeiten (LFA) vivo gGmbH“ aus Rottweil über den Betrieb einer weiteren Gruppe.

 

Seitens der Verwaltung wurde erläutert, dass im Rahmen der kommunalen Kindergartenbedarfsplanung bereits 2022 festgestellt wurde, dass in der Gemeinde Niedereschach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder fehlen.

In den vergangenen Jahren habe es jeweils Wartelisten gegeben. Dabei sei zu berücksichtigen, dass es einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt gebe.

Erweiterung in Schabenhausen

Es sei deshalb beschlossen worden, am bestehenden Standort in Schabenhausen eine Erweiterung der bestehenden Einrichtung zu planen. Die Fertigstellung der Erweiterung sei für Ende Juli dieses Jahres vorgesehen.

Als Betriebsform sei eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten von höchstens 35 Stunden in der Woche mit entsprechenden Randzeiten vorgesehen. Es sollen dabei Kinder im Alter ab frühestens zwei Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden können. Der Betrieb der zweiten Gruppe soll ab September 2026 erfolgen.

Die Gemeinde finanziert die Betriebsausgaben der zusätzlichen Gruppe, soweit diese nicht durch Beiträge, Zuschüsse, Zuwendungen oder andere Einnahmen gedeckt sind. Für ein komplettes Kindergartenjahr würden die zusätzlichen Personalkosten rund 185.000 Euro plus die Sachkosten von zusätzlich rund 30.000 Euro betragen.

Probleme zwischen Narrenzunft und Betreiber

Markus Dietrich und Corina Link sprachen die Probleme zwischen der Narrenzunft Schabenhausen und dem Betreiber des Kindergartens an, die verursacht wurden, weil die Mitglieder der Zunft bei der geplanten Kindergartenbefreiung am „Schmotzige Dunnschtig“ nicht in den Kindergarten eingelassen wurden. Ein Klärungsgespräch sei gut verlaufen, erklärte Hauptamtsleiter Jürgen Lauer. So ganz überzeugt ist man bei der Narrenzunft jedoch noch nicht, wie man auf Grund von öffentlichen Äußerungen von Schabenhausens Zunftmeister Willi Veelker im Nachgang zu dem Gespräch entnehmen konnte. Er wird wohl erst überzeugt sein, wenn es im nächsten Jahr wirklich klappt.

Vor diesem Hintergrund stimmte Veelker, der auch Mitglied des Ortschaftsrates Schabenhausen ist, in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates als einziger gegen die Ergänzung des Betreibervertrages. „Dieses Jahr standen wir mit unserer Musikbox vor dem Kindergarten im Regen, und die Kinder standen am Fenster und hätten gerne mitgemacht“, erinnert sich Veelker ungern an die zurückliegende Situation am „Schmotzige Dunnschtig“ und fügte als Ergebnis auf das zurückliegende Gespräch, auf das Ortsvorsteher Wilfried Greinus gedrängt hatte, hinzu, dass man künftig „mehr kommunizieren“ werde.