Feierten die Einweihung des Hallwanger Kindergartens (von links): Pfarrer Christoph Karle, Kindergartenleiterin Bärbel Wälde, Architekt Andreas Berg, CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele, AfD-Landtagsabgeordneter Uwe Hellstern, SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken und Bürgermeister Bernhard Haas. Foto: Günther

Ausschließlich fröhliche und zufriedene Gesichter gab es in der Hallwanger Turnhalle, wo die Einweihung des neuen Hallwanger Kindergartens gefeiert wurde. Denn mit dem Ergebnis sind alle glücklich.

Dornstetten-Hallwangen - Bürgermeister Bernhard Haas bedauerte, angesichts der Coronabeschränkungen den neuen Kindergarten nur vor einer kleinen Gästeschar und vor allem ohne die Hauptpersonen, die Kinder, einweihen zu können. Dennoch sei es "sehr erfreulich, etwas Neues einweihen zu dürfen". Haas verwies auf die freundliche und großzügigere Atmosphäre des neuen Kindergartens, der nun Platz für vier Gruppen und für bis zu 100 Kinder bietet. Damit bleibt er der größte Kindergarten im Stadtgebiet.

Angesichts der Bausubstanz und der beengten Raumsituation im alten Gebäude stellte Haas fest: "Dieser Kindergarten musste ganz einfach gebaut werden, daran gibt es keinen Zweifel." Das gelungene große Gemeinschaftsprojekt schaffe die Voraussetzung, dass sich "die Bürger von morgen hier rundum wohl und zuhause fühlen können". Dazu trage auch die gute Einteilung und die kindgerechte Ausstattung bei. Dass dabei sowohl die Kalkulation der Baukosten von rund drei Millionen Euro als auch die veranschlagte Bauzeit von eineinhalb Jahren eingehalten wurde und ein Zuschuss des Bundes dazu kam, verbuchte Haas als weitere Pluspunkte.

Diverse Abgeordnete geben sich die Ehre

Pfarrer Christoph Karle ging in seinem Gruß- und Segenswort auf die enge Verbundenheit der evangelischen Kirchengemeinde Hallwangen mit dem kommunalen Kindergarten ein und lobte die gute Zusammenarbeit bei Gottesdiensten und Weihnachtsfeiern. Als Nachbar des neuen Kindergartens hatte er – neben einer bebilderten Kinderbibel – ein selbst erstelltes Fotobuch mitgebracht, das den Baufortschritt des Kindergartenneubaus genau dokumentierte.

In Wahlkampfzeiten weniger überraschend, hatten sich zur Einweihung auch diverse Abgeordnete eingefunden. SPD-Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete Saskia Esken würdigte in ihrem Grußwort die wichtige pädagogische Arbeit in Kindergärten. Schon deshalb sollten diese künftig coronabedingt nicht mehr geschlossen werden. Die Besucher forderte sie dazu auf, sich als Zeichen der Solidarität impfen zu lassen.

Auch CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele bekannte sich zur "Bildung als höchstes Gut, besonders hier im Ländle", zum Wert der frühkindlichen Bildung und der Bedeutung lebenslangen Lernens. Ein Tenor, den AfD-Landtagsabgeordneter Uwe Hellstern bestätigte. Mit dem Leitsatz "Die Welt gehört nicht uns, wie haben sie nur von unseren Kindern geliehen" und der Feststellung, Kinder und Kindheit seien die zentrale Aufgabe der Politik, demonstrierte er seine Verbundenheit mit der neuen Einrichtung.

Große Bedeutung misst auch Hallwangens Ortsvorsteher Christoph Mannheimer dem neuen Kindergarten bei. Für ihn stellt dieser "einen zentralen Baustein der Infrastruktur Hallwangens dar, weil damit in Hallwangen nun die Möglichkeit eines Angebots für unter dreijährige Kinder besteht".

Zufrieden präsentierte Architekt Andreas Berg von der Firma TK-Plan Altensteig die Eckpunkte des neuen Kindergartens, der nun – barrierefrei – auf zwei Ebenen allen Bedürfnissen gerecht werde und bei Bedarf um zwei Gruppen erweiterbar sei. Unter Berücksichtigung aller technischen Erfordernisse sei, so der Planer weiter, in Hallwangen ein Ort entstanden, der Kindern Geborgenheit und Freude biete. Für Freude in der Feierstunde sorgten Silke und Lothar Wößner mit ihren auf Querflöte und Keyboard glänzend vorgetragenen Musikstücken von Beethoven, Haydn und Schubert.

Mini-Waschbecken und besonderer Schaukelstuhl

Vergnügen bereitete abschließend Kindergartenleiterin Bärbel Wälde mit ihrem in Versform vorgetragenen Grußwort über die Entstehung des neuen Kindergartens. Wälde referierte dabei über "Teamsitzungen im engen Büro", die stets mit dem Seufzer "Über einen Anbau wären wir froh" endeten, oder reimte "Viele Familien bauen in Hallwangen ein Haus, da reichen drei Gruppen nicht mehr aus".

Wäldes Tenor "Alle sind erfreut, denn wir haben den schönsten Kindergarten weit und breit" schlossen sich später all die an, die nach dem Festakt die Gelegenheit zur Besichtigung wahrnahmen. Der neue Kindergarten überzeugte: von den Farben über die kindgerechte Ausstattung bis zu vielen liebevollen Details – etwa kleine Waschbecken in kindgerechter Höhe oder ein Minischaukelstuhl, auf dem, wie Wälde verriet, kleine Puppenmütter ihre Puppen in den Schlaf wiegen.