Trotz des strömenden Regens gut gelaunt beim Spatenstich (von links): Bauunternehmer Volker Nübel, Swen Plaszewski, Leiter des technischen Bauamts, Bürgermeister Markus Huber, die Architektinnen Gerhild Hamberger und Irmela Haisch, Hauptamtsleiterin Sabine Munz sowie die künftige Leiterin des Naturkindergartens, Lisa Bleibaum. Foto: Steinmetz

Die Bauarbeiten für den Dornhaner Naturkindergarten in der Brachfelder Straße beginnen. Die Anmeldung wird jedoch erst im Januar 2025 möglich sein. Und ab Ostern könnten sich die Kinder dann ihre „Matschklamotten“ anziehen.

Für die Kinder wäre das noch kein Grund gewesen, in ihrer Schutzhütte zu bleiben. Nur bei extremem Wetter – Gewitter, Sturm und Hagel – würden sie sich unter Dach aufhalten, erklärte Hauptamtsleiterin Sabine Munz.

 

Zielvorgabe war, noch im September mit dem Bau zu beginnen. Bis die Maschinen der Baufirma Nübel anrücken, könnte es aber Oktober werden. Noch in diesem Jahr soll Richtfest gefeiert werden.

Holz für die Hütte

Bürgermeister Markus Huber hofft, dass dann an Ostern 2025 der städtische Naturkindergarten eröffnet werden kann. Das wäre allerdings, wie er einräumte, ein sportliches Vorhaben.

Beim Bau der Hütte werde viel Holz verwendet, teilte Architektin Gerhild Hamberger mit. Das biete sich an, weil die Stadt Dornhan Waldbesitzerin sei.

Photovoltaik auf dem Dach

Geplant sind zwei Schutzräume mit je 30 Quadratmetern, in denen zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern Platz haben. Zur Hütte gehört außerdem ein überdachter Außenbereich als zusätzlicher Regenschutz.

Die Ausstattung der Räume ist einfach, jedoch gibt es Strom und Wasser. Aufs Hüttendach kommt eine Photovoltaikanlage. Der wichtigste Bereich werde die Umkleide sein. Bevor es raus zum Spielen in den Wald geht, sollen sich die Mädchen und Jungen ihre „Matschklamotten“ anziehen.

Eine naturverbundene Leiterin

Gebracht werden die Kinder privat mit dem Auto oder, was inzwischen vermehrt üblich ist, mit E-Bike und Anhänger. Parkplätze werden angelegt. Der Naturkindergarten liegt zwar abgelegen, ist aber dennoch leicht zu erreichen. Im Zuge der Baumaßnahme wird die Straße Richtung Kinderheim auf dem Brachfeld saniert.

Lisa Bleibaum wird die neue Einrichtung leiten. Sie hat 2014 ihre Ausbildung zur Erzieherin im Kinderhaus absolviert, später zusätzlich Kita- und Hortmanagement studiert. Sie selber sei, wie sie sagte, naturverbunden und freue sich, mit einem eigenen Team durchzustarten.

Therapiehof und Jäger

Das ist zwar noch nicht komplett, es gebe jedoch zwei Interessentinnen, berichtete Sabine Munz, weitere würden gesucht. Ideen, was die Kinder in der Natur tun können, gibt es schon. Sie sollen sich in der Natur auch kreativ betätigen können. Das Konzept werde wachsen, erklärte Sabine Munz.

Vorgesehen seien Kooperationen mit dem Therapiehof auf dem Brachfeld, den Jägern sowie dem städtischen Kinderhaus, hierbei vor allem im Hinblick auf Personal.

Bauwagen oder Hütte

Die Gesamtkosten für den Bau der Hütte betragen 500 000 Euro. Vom Land erhält die Stadt einen Zuschuss von rund 130 000 Euro, und aus dem

Ausgleichsstock kommen weitere 120 000 Euro. Die Erweiterung des Kinderhauses würde, so Huber, das Dreifache kosten. Eine Alternative zum Hüttenbau wäre dann noch ein Bauwagen für eine Gruppe gewesen.

Anmeldung im Januar

Die Kosten lägen hier bei 270 000 Euro. Die Stadt wollte jedoch eine dauerhafte Lösung haben: „Das Geld ist so besser eingesetzt“, betonte Huber.

Begonnen wird zunächst mit einer Gruppe. Sieben Eltern hätten bereits Interesse für den Naturkindergarten signalisiert. Die Anmeldung wird aber nach Auskunft von Sabine Munz erst Anfang Januar kommenden Jahres möglich sein, wenn der Baufortschritt absehbar ist.