Hier geht es in die Kita Stadtzwerge: Geht es nach dem Ausschuss, soll es in dieser Einrichtung wie auch im Sophie-Scholl-Kindergarten bald eine neue stellvertretende Leitung geben. Foto: Hans Herrmann

Der Haupt- und Finanzausschuss befürwortet, die Leiterin Janette Vetter zu entlasten und als Unterstützung eine Stellvertreterin zu suchen.

Viel Verwaltung und Planung, dafür immer weniger Arbeit mit den Kindern: Janette Vetter leitet den Blumberger Sophie-Scholl-Kindergarten inklusive der Kita Stadtzwerge. Doch ihr Aufgabenpaket ist sehr groß. Deshalb hat sich der Haupt- und Finanzausschusses dafür ausgesprochen, eine Stellvertreterstelle zu schaffen.

 

Janette Vetter leitet seit Mai 2023 beide Einrichtungen. Die Stadtverwaltung bescheinigt ihr eine vorbildliche Arbeit, wie aus der Ausschusssitzung hervorging. Doch die Büroarbeit ist wohl immens. Denn zu den zwei unterschiedlichen Standorten und zum großen Anteil an Verwaltung kommt die Planung der Erweiterung des Sophie-Scholl-Kindergarten zum 1. Dezember 2024 noch hinzu.

Dieses Paket auch an Verantwortung verlangt der Leiterin viel ab, sodass sie kaum noch Zeit hat, direkt mit den Kindern zu arbeiten. Sie fehlt damit im Team, das eine Lücke auffangen muss. Die Stadtverwaltung schlug deshalb vor, sie von der Arbeit mit den Gruppen freizustellen. Mit der Einstellung einer Stellvertreterin soll ein eventuelles Vakuum in der Zukunft vermieden werden.

Stadt hat zwölf Kandidatinnen kontaktiert

Die Herausforderung für eine Stellvertretung sind hoch. Abwesenheitsvertretung der Leitung, über Vorbereitungen von Teamsitzungen, Zuständigkeit für Mentorinnen und Auszubildende, Mitarbeitergespräche, Feststellung von Schäden an Gebäuden und die direkte Gruppenarbeit sind einige Punkte. Die Stadt hatte im Vorfeld bereits zwölf Kandidatinnen kontaktiert.

Der Haupt- und Finanzausschuss diskutierte nicht nur auf Grund der höheren Personalkosten über die Schaffung der neuen Stelle, die für beide Kitas gilt. Bürgermeister Markus Keller sprach sich klar für die erweiterte Besetzung aus. „Man kann die Größe dieser Einrichtungen nicht auf eine Person fixieren. Es gibt immer ein Ausfallrisiko“, lauteten manche seiner Argumente. Wenn die Führungskraft ausfalle, müsse es einfach reibungslos weitergehen. Der Ausschuss stimmte am Ende dafür.