An der geplanten Inbetriebnahme des neuen Kindergartens Anfang September 2026 hält die Gemeinde fest. Die Arbeiten liegen im Bauzeitenplan.
Für den Umbau und die Erweiterung der ehemaligen Grundschule Locher zu einem zentralen Kindergarten sind seit Juni dieses Jahres mit zwei Ausnahmen alle Gewerke beauftragt.
Die Ausschreibung der Außenanlagen und der Möblierung soll zum Jahreswechsel erfolgen und im Januar 2026 vergeben werden, berichtete Bürgermeister Franz Moser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Demnach liegen die Bauarbeiten bislang im Zeitplan, die Gebäudehülle ist fertig. Beim Einbau der Fenster wird es allerdings eine Verzögerung von etwa einer Woche geben. Die Frist für den Rückbau und die Schadstoffsanierung des Bestandsgebäudes wurde eingehalten, ergänzte der Bürgermeister.
Der weitere Plan sieht vor, dass Anfang Oktober die Wände im Erdgeschoss gestellt und das Obergeschoss errichtet werden. Anschließend wird das Dach abgedichtet und mit den Arbeiten an Fassade sowie der Installation von Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrik begonnen.
Noch vor Weihnachten soll der Estrich eingebaut werden, damit er zwischen den Jahren austrocknen kann. „Diese Vorgaben sind sportlich, aber machbar“, betonte Moser. Die Einhaltung des Bauzeitenplans ist entscheidend, um den Betriebsstart des neuen Kindergartengebäudes zum Beginn des Kindergartenjahres 2026/2027 zu ermöglichen.
Fertigstellung im September 2026 besonders wichtig
Der September 2026 als Fertigstellungstermin sei aus mehreren Gründen wichtig. Die Planung des Einrichtungsalltags für das gesamte Kindergartenjahr würde einen mittleren Wechsel erschweren, zudem könnten die Sommerferien genutzt werden, um Umzugsbeeinträchtigungen abzumildern. „Die Kindergartenbedarfsplanung hat gezeigt, dass wir definitiv eine fünfte Gruppe benötigen, auch wenn die erhöhte Nachfrage erst im Laufe des Jahres einsetzt“, erklärte Moser.
Finanzierung und Herausforderungen
Die Baumaßnahme ist die bislang größte Investition der Gemeinde und stellt sie vor große finanzielle Herausforderungen. Trotz einer Fördersumme von 1,8 Millionen Euro kann die Kommune die Finanzierung nicht aus eigenen Mitteln stemmen und ist auf Kredite angewiesen. Dies verschärft die Schuldenlast und schränkt die Handlungsfähigkeit der Gemeinde ein.
Mehrkosten bei der Statik
Bei der Statik gab es Nachträge, die zu Mehrkosten führten. Um den Haushaltsansatz von 4,4 Millionen Euro einzuhalten, müssen Einsparmöglichkeiten gefunden werden, ohne die Qualität des Gebäudes zu beeinträchtigen. Mit dem Planungsbüro wurde bereits vereinbart, in Nebenräumen statt der geplanten Holzdecke eine Rasterdecke einzubauen. „Bei der Grundschule Eschbronn haben wir mit dem gleichen Büro zusammengearbeitet und sind gut gefahren. Daher bin ich guter Dinge“, sagte der Bürgermeister abschließend.