Im Frühling 2025 wird der Unterstand für die Kinder wohl bezugsfertig sein. Dank einer Wärmepumpe gibt es dann auch eine „Fußbodenheizung“.
Die Arbeiten an der Schutzhütte für den Naturkindergarten an der Brachfelder Straße sind seit gut zwei Wochen im Gang.
Die Baufirma Nübel aus Pfalzgrafenweiler hat schweres Gerät aufgefahren. „Bis Ende übernächster Woche ist die Bodenplatte drin“, zeigt sich Architektin Gerhild Hamberger zuversichtlich, dass es zügig weitergeht.
Die Rohre sind verlegt
In den Beton kommen die Rohre für die „Fußbodenheizung“ rein – die Architektin nennt das allerdings lieber Betonkernaktivierung oder „Fußbodentemperierung“.
Betrieben wird die Heizung für die Hütte, auf deren Dach eine Photovoltaikanlage installiert wird, mit einer Wärmepumpe.
Wasser- und Abwasserleitung sowie Leerrohre für den Strom sind bereits verlegt. Wenn die Bodenplatte fertig ist, kann mit dem Aufbau der Holzkonstruktion begonnen werden.
Feste Unterkunft für Kinder
Ziel sei, dass das die Hütte noch in diesem Jahr regendicht stehe. Geplant sind in dem Holzgebäude zwei Schutzräume mit je 30 Quadratmetern. Ein überdachter Außenbereich wird als zusätzlicher Regenschutz dienen.
Bürgermeister Markus Huber besichtigte kürzlich die Baustelle. Da wurde gerade die Außenschalung angebracht. Die Stadt hat sich dafür entschieden, für den Naturkindergarten eine Schutzhütte und damit eine feste Unterkunft zu bauen.
Platz ist gut erreichbar
„Da haben wir auch noch in 50 Jahren etwas davon“, ist Huber überzeugt. Zwei Gruppen mit je 20 Kinder können untergebracht werden. Sollte einmal der Bedarf für Kinderbetreuung zurückgehen, könnte die Hütte anderweitig genutzt werden.
Der Platz ist jedenfalls ideal: Er liegt mitten in der Natur und ist über die Brachfelder Straße leicht erreichbar. Auf dem Gelände werden auch Parkplätze angelegt.
Besser als der Bauwagen
Die Kosten liegen bei 500 000 Euro, allerdings kann die Stadt mit einem Zuschuss von rund 50 Prozent rechnen. Der Betrag wird in den neuen Haushaltsplan der Stadt Dornhan eingestellt.
Für Huber ist die Schutzhütte die weitaus bessere Alternative zu einem Bauwagen, der nicht billiger wäre. Der Anbau einer neuen Kindergartengruppe würde rund eine Million Euro kosten.
Der Erdaushub bleibt auf dem Gelände. Man werde sogar noch etwas mehr brauchen, erklärt Gerhild Hamberger. Der Boden wird zur Gestaltung des Geländes genutzt. Ein vorhandener Hügel soll abgetragen werden, um mit der Erde eine Senke aufzufüllen. Die Fertigstellung der Schutzhütte sei für April/Mai kommenden Jahres geplant, teilt Hamberger mit.