Die Stadt Oberndorf investiert rund 4,4 Millionen Euro in neue Betreuungsplätze.
Darauf haben sich nicht nur die Bochinger schon lange gefreut: Mit dem symbolischen Spatenstich für den Neubau zur Erweiterung des städtischen Kindergartens „Villa Kunterbunt“ geht es jetzt ganz offiziell los mit den Arbeiten.
Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung Ende April noch einmal eine Reihe Arbeiten mit einem Volumen von rund 1,2 Millionen Euro vergeben, unter anderem für Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationsarbeiten. Größter Brocken dieser Tranche waren die Holzbau- und Zimmererarbeiten für knapp 460.000 Euro. Wie bei fast allen anderen Gewerken auch, kommen die ausführenden Betriebe aus der zumindest weiteren Region.
Vergabesummen liegen unter den Ansätzen
Bis diese Arbeiten abgerufen werden, wird der Sommer durchs Land gezogen sein. Erfreulich dennoch: Die Kostenberechnung war von einem Volumen von knapp 1,3 Millionen Euro ausgegangen. Das bedeutet, die Planer haben ziemlich realistisch kalkuliert – und für das Projekt konnten am Markt gute Preise realisiert werden.
Entstehen wird ein Gebäude in Holzbauweise mit einer Bruttogrundfläche von rund 700 Quadratmetern. Im Moment geht Architekt Hans-Dieter Glück davon aus, dass die Konstruktion bereits im September im Wesentlichen stehen soll – normale Witterungsbedingungen vorausgesetzt. Bezugsfertig soll der Neubau mit seinen Räumen für drei Gruppen, also mit 75 Plätzen, pünktlich zum Start des Kindergartenjahres 2025/26 sein.
Die Gesamtkosten für das Projekt sollen sich auf 4,4 Millionen Euro belaufen. „Ein starkes Bekenntnis der Stadt zum Standort Bochingen“, meint Bürgermeister Matthias Winter und erklärt: „Erziehung und Bildung unserer Kinder liegen uns sehr am Herzen.“
Mit den Baugebieten bleibt der Bedarf bestehen
Dass in Bochingen auch künftig Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen besteht, ergibt sich ein bisschen aus dem Umstand, dass es aktuell – und auch perspektivisch – Baumöglichkeiten gibt. Der Ort ist deshalb auch attraktiv für junge Familien.
Neubau mitten im Ort
Was nicht selbstverständlich ist: Die Erweiterung – genau genommen handelt es sich um einen kompletten Neubau – ist mitten im Ort, und zwar direkt neben dem bestehenden Kindergarten realisierbar gewesen.
Im Bestandsgebäude werden, wenn der Neubau bezogen ist, Krippenplätze eingerichtet.