42 Jahre lang war Elke Grötzinger im Kindergarten in Bergfelden tätig. Nun verabschiedet sie sich in den Ruhestand.
Sulz-Bergfelden - Im Kindergarten Storchennest wurde die langjährige Leiterin Elke Grötzinger in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Mit dabei waren Vertreter der Stadt Sulz, Ortsvorsteher Martin Sackmann, Erwin Stocker und Elternvertreter.
Abschied in musikalischer Form
Alle Kindergartenkinder saßen mit erwartungsvollen Mienen auf ihren Stühlchen, hatten sie doch im Geheimen für ihre Elke etwas Besonderes vorbereitet. Auf einem Königsstuhl durfte sie nun Platz nehmen, denn sie habe ihn sich redlich verdient, war von Erzieherin Marion Haist zu hören. In gereimter Form malte sie nicht nur die Vorzüge des Ruhestandes aus, sondern sprach auch den Dank aus für einen wunderschönen mehr als 40 Jahre dauernden Zeitraum.
Gemeinsam mit allen Erzieherinnen verabschiedeten sich die Kinder in musikalischer Form. Der gesungene Dank für eine gute Wegbegleitung in familiärer Wohlfühlatmosphäre, für wertschätzende Zusammenarbeit im Team wurde noch durch die Melodie "You raise me up" bekräftigt. Die vier Gruppen wünschten in Gedichtform Gesundheit, Glück, Zuversicht und die bleibende Erinnerung "wie schön es mit uns war".
Sichtlich bewegt
Einen großen Blumen- und Tierstrauß im Arm haltend – alle Kinder hatten Stecker gebastelt und überreicht – nahm sie sichtlich bewegt die Würdigung entgegen: "Ein Volltreffer Gottes bist du." Am Piano begleitete Katja Breil. Freude bereitete ihr das Überraschungsgeschenk des Kindergartens, ein dickes Album mit Kinderbildern, überreicht von Marion Haist mit einem schlichten "Danke Elke".
Bürgermeister Gerd Hieber ging auf den Werdegang von Elke Grötzinger ein, die schon als junges Mädchen entschieden hatte, Erzieherin zu werden. Nach einem einjährigen Praktikum in der Oberndorfer Rosenberg-Kita, folgten zwei Jahre sozialpädagogische Berufsfachschule für Erzieherinnen in Balingen und ein Anerkennungsjahr im Glatter Kindergarten. Hier war sie zum ersten Mal mit der Stadt Sulz in Kontakt gekommen und mit "Staatlich anerkannte Erzieherin" hatte sie ihr Ziel erreicht.
Am 1. Oktober 1980 in Bergfelden angefangen
1979 leitete sie den Hopfauer Kindergarten und nach einem halben Jahr "auf der rauhen Alb" war sie mit Antritt der Stelle als Leiterin des Bergfelder Kindergartens zum 1. Oktober 1980 wieder in der Heimat.
Die Kinderbetreuung habe in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Aus der Kinderbewahranstalt sei eine pädagogisch-erzieherische und fördernde Einrichtung geworden, die zusätzlich durch steigenden bürokratischen Aufwand der Leitung viel abverlangt. Grötzinger habe die Entwicklung mit Eltern und Erzieherinnen hervorragend begleitet. Als Ansprechpartnerin war ihr kompetenter Rat gefragt, da sie stets im offenen Dialog ihre unabhängige Meinung vertrat.
Bedingungslos eingebracht
Ortsvorsteher Martin Sackmann unterstrich die Würdigung Hiebers. Er hob noch die Kindergartenerweiterung hervor, die Organisation der Ausweichgruppe, die schwere Corona-Zeit und das jahrelange bedingungslose Einbringen in die Dorfgemeinschaft. Drei Generationen Bergfelder erinnerten sich gerne, fühlten sich wohl und nahmen etwas mit für die Zukunft. Er dankte ihr für den immer vollen Einsatz für die Kinder.
Svenja Eberhart vom Elternbeirat überbrachte im Auftrag der Eltern ihren Dank und den ihrer Kinder. Jedes überreichte eine Blume. Bernd Scheibke, der Personalratsvorsitzende der Stadt, sprach seinen Dank einer guten Leiterin und einer treuen und zuverlässigen Mitarbeiterin bei der Stadt aus. Der "Irische Segen" beschloss die Abschiedsfeier.