Der Kindergarten Gänseblümchen in Haiterbach wird wieder zweigruppig. Der Gemeinderat passt aufgrund der Veränderung der Kinderzahlen die Struktur in der Kernstadt an.
Die Veränderungen wolle man frühzeitig kommunizieren, damit man sowohl für die Eltern als auch für das Personal Planungssicherheit habe, wie es nach den Sommerferien in den Kindergärten weitergehe, sagte Jennifer Schneider, Gesamtleiterin der Kindergärten, in der Sitzung des Haiterbacher Gemeinderates am Mittwochabend.
Die jetzige Strukturänderung gehe auf die Kindergartenplanung zurück, mit der sich das Gremium im vergangene September befasste. Da zeigte sich ein Rückgang bei den Kinderzahlen.
Aber man möchte die Kinder besser verteilen. So soll der Kindergarten Gänseblümchen in der Brunnenstraße ab dem Kindergartenjahr 2026/27 wieder zweigruppig geführt werden.
Die Einrichtung wird derzeit nach einem befristeten Beschluss eingruppig geführt. Das ist laut Schneider aber in der Praxis eher problematisch: „Wir haben festgestellt, dass der eingruppige Kindergarten bei der Personaleinsatzplanung herausfordernd ist.“ Zudem sei der Betrieb bei drei Stockwerken mit einer Gruppe schwierig.
Um die Zweigruppigkeit im Kindergarten Gänseblümchen zu realisieren, werden die Straßenzüge der Zehntscheuer dem Gänseblümchen vollständig zugeordnet. Nach aktueller Prognose liegt die Belegung durch die Neuaufnahmen beider Straßenzugsgebiete bei 42 Kindern.
Die Kinderzahlen in der Zehntscheuer würden ebenfalls zurückgehen, informierte Schneider. Auch der Zuzug in das Gebiet sei eingebrochen, es würden nicht mehr viele Kinder nachkommen.
Räume und Personal sinnvoll ausgelastet
Es sei eine bessere Ausgangssituation, wenn man beide Einrichtungen zweigruppig mache. Altersmäßig wolle man eine gute Durchmischung. Die Zehntscheuer wird in den Kindergartenjahren 2026/2027 und 2027/2028 zweigruppig geführt. Die Ganztagesgruppe sei weiterhin gut ausgelastet. „Wir lasten Räumlichkeiten und Personal somit sinnvoll aus“, unterstrich Schneider.
Die Räumlichkeiten in der Brunnenstraße wolle man sanieren, kündigte Schneider an.
Personell ist die Zweigruppigkeit im Gänseblümchen und in der Zehntscheuer abgesichert. Eine Vollzeitkraft aus der Zehntscheuer wechsle nach den Sommerferien in den Kindergarten Gänseblümchen.
Leistungsstelle ab April besetzt
Ab dem 1. April sei zudem die Leitungsstelle in der Brunnenstraße wieder besetzt. Ab 40 Kinder wird die Leitung in TVöD SuE S13 eingruppiert und erhält somit auch eine attraktivere Vergütung. Derzeit werde die Einrichtung von ihr kommissarisch geleitet, erklärte Schneider.
Eine 50-Prozent-Kraft aus der Zehntscheuer werde auf Ende August die Einrichtung verlassen. Diese Stelle werde mit der Umstrukturierung eingespart. Der Personalschlüssel sei für die eine Gruppe durch das verbleibende Personal abgedeckt. Seitens des Personals sei die Umstrukturierung insgesamt positiv aufgenommen worden.
Arche Noah bis 2028 dreigruppig
Uwe Rapp (CDU) fragte nach, ob die Ganztagesbetreuung in der Zehntscheuer bleibe. Das bestätigte Schneider: „Die brauchen wir auch.“
Markus Häußler (UBL) sprach die Situation im evangelischen Kindergarten Arche Noah an. Dieser sei ja bis 2028 befristet dreigruppig. „Passt das dann“, wollte Häußler wissen.
Man kommuniziere das offen gegenüber den Eltern, die dort anfangen würden, dass es nicht garantiert sei, dass die Kinder bis zum Schluss in der Gruppe bleiben könnten, antwortete Schneider. Dies sei aber auch Sache von Pfarrer und Kirchengemeinde, verwies die Gesamtleiterin auf die Trägerschaft.