Bei den Stadtkäfern sollen künftig auch Kinder aus Villingen-Schwenningen unterkommen. Foto: Wilfried Strohmeier

Bad Dürrheim bietet Unterstützung angesichts mangelnder Betreuungsplätze in Villingen-Schwenningen an. Über den Kooperationsvertrag entscheidet der Gemeinderat.

Angesichts des Mangels an Kindergartenplätzen in Villingen-Schwenningen springt jetzt die Stadt Bad Dürrheim in die Bresche: Eltern aus der Doppelstadt können ab sofort ihren Nachwuchs zur Betreuung in die Nachbarkommune bringen.

 

Der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zur Bereitstellung der Kitaplätze kommt in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 20. November, ab 18 Uhr im Feuerwehrgerätehaus auf den Tisch.

Im Vorfeld hatte es laut Vorlage für die Sitzung Gespräche mit Bad Dürrheim und Brigachtal gegeben, um den Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze in VS kurzfristig sicherzustellen. Fehlten nach Angaben der Stadtverwaltung zum Stichtag 1. März 2025 doch mehr als 450 Betreuungsplätze.

Da es in Bad Dürrheim hingegen freie Kapazitäten gebe, stelle die Stadt ab November gegen eine Kostenerstattung bis zu 20 Plätze für Jungen und Mädchen unter und über drei Jahren zur Verfügung, heißt es in der Vorlage.

Freie Plätze in den Kitas Stadtkäfer und Funkelstein

Die bestehenden Gruppen in der Kita Stadtkäfer oder der Kita Funkelstein in Hochemmingen könnten den Nachwuchs aus der Nachbarstadt aufnehmen – und das ohne eine Aufstockung des Personals, sieht die Verwaltung eine zusätzliche Einnahmequelle .

Das Amt für Kindertageseinrichtungen der Stadt Villingen-Schwenningen vermittelt laut Vereinbarung interessierte Familien. Sofern freie Kapazitäten vorhanden sind, bietet Bad Dürrheim ihnen zeitnah einen Betreuungsplatz an. Danach schließen die Eltern den Vertrag direkt mit der Einrichtung ab. Nun entscheidet der Gemeinderat über den Abschluss des Kooperationsvertrags rückwirkend zum 1. November.