Vier kleine Baumeister beschäftigen sich im "Wald Camp" nahe des OHG. Begleitet werden sie durch Betreuerin Acelya Cakir und Stadtjungendpfleger Dirk Maute. Foto: Kouba

Bei der letzten Station des Kinderferienprogramm konnten sich die Furtwanger Kinder im Wald austoben – und eigene Tipis aus Holz bauen.

Furtwangen - Das "Wald Camp" am vergangenen Freitag war der Abschluss des Pfingstferienprogramms. Am Vormittag hatten sich Kinder im Kinder- und Jugendtreff getroffen, um sich in der Skate-Halle zu vergnügen. Am Nachmittag waren es nur noch vier kleine Interessenten, die sich im Stadtwald nahe des Otto-Hahn-Gymnasiums trafen, um Schutzhütten zu bauen.

Neben Jugendpfleger Dirk Maute war Acelya Cakir als Betreuerin dabei, die im vergangenen Jahr ihr Abitur am OHG ablegte. Sie wollte nicht sofort ins Berufsleben einsteigen, sondern sich in einer Orientierungsphase eingehend informieren, was zu ihr passt.

"Die Zeit mit den Kindern ist erfüllend"

Daher absolviert sie bis August ein freiwilliges soziales Jahr an der Friedrich-Schule und der Anne-Frank-Schule. Dort hat sie im Unterricht zu helfen, unterstützt Schulprojekte und ist bei der Hausaufgabenbetreuung dabei. "Die Zeit mit den Kindern ist erfüllend", meint die junge Frau. Immer sei etwas zu erleben und man könne auch von den Schülern lernen. Alle Fächer gefallen ihr, doch sie spürte, dass ihr eine soziale Arbeit eher liegt. Daher möchte sie ein entsprechendes Studium in Freiburg machen. Evangelische oder katholische Einrichtungen halten entsprechende Bildungsmöglichkeiten vor.

Duft von Gräsern, Büschen und Wildblumen bezaubert

Engagement bewies sie auch im Ferienprogramm. Am Freitag herrschte herrliches Sommerwetter. Die Sonne schien durch die Baumwipfel, blauer Himmel war zu sehen und eine friedvolle Atmosphäre herrschte. Bezaubernd war der Duft von Gräsern, Büschen und Wildblumen, die auch durch Farbenvielfalt beeindruckten. Dazu kam der Geruch des Waldbodens. Wenn man ihn durchstapfte, spürte man die Trockenheit und konnte die Waldbrandgefahr ahnen.

Tipi muss statisch sicher sein

Viel Arbeit war für die kleinen "Baumeister" angesagt. Zunächst mussten die Stellen gesäubert werden, an denen die Holzhäuschen entstehen sollten. Äste, Reisig, Fichtennadeln- und Zapfen und zum Teil unbrauchbares Erdmaterial wurden entfernt. Eine Lagerplatz muss schließlich sauber sein. Dann ging es ans Holzsammeln. Lange Stangen mussten her, um das Grundgerüst zu liefern, das an einem Baum fixiert wurde. Die entsprechend statische Sicherheit der einem Tipi nachempfundenen Hütten musste garantiert werden.

Danach wurden passende, vertikale, dünne Stangen gesägt und eingefügt. Das Gerüst wurde stabilisiert mit horizontalen Ästen, die mit Schnur verbunden wurden. Es zeigte sich bald, dass die Häusle nicht fertig werden, aber vielleicht gibt es in den Sommerferien Gelegenheit, "Richtfest" zu feiern.