Dr. Seuss hat viele Kinderbuchklassiker geschrieben – aber einige davon erregen heute Anstoß. Foto: AFP/Scott Olson

Die Kinderbücher von Dr. Seuss waren lange äußerst beliebt. Nun nimmt der US-Verlag einige Werke des Autors wegen Anklängen von Rassismus vom Markt.

New York - Weil sie Menschen auf „verletzende und falsche Weise“ darstellen, sollen sechs Bücher des als Dr. Seuss bekannten US-Kinderbuchautoren Theodor Seuss Geisel (1904-1991) künftig nicht mehr publiziert werden. Es handele sich um die Titel „And to think that I saw it on Mulberry Street“, „If I ran the Zoo“, „McElligot’s Pool“, „On beyond Zebra!“, „Scrambled Eggs Super!“ und „The Cat’s Quizzer“, teilten die Verwalter des Werks am Dienstag mit. Die Entscheidung sei bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit Experten getroffen worden.

Jim Knopf lässt grüßen

Geisel, Sohn deutscher Eltern und selber kinderlos, gilt unter seinem Pseudonym Dr. Seuss bis heute als der wohl bekannteste Kinderbuchautor der USA. Seine rund 50 Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Auf Deutsch erschienen unter anderem „Der Elefant im Vogelnest“ und „Der Katz mit dem Latz“.

Mit dem„Lorax“, dem weihnachtsklauenden „Grinch“ und dem Elefanten „Horton“ schuf Geisel darüber hinaus Figuren, die auch aufgrund von Verfilmungen Millionen Kinder weltweit kennen. Zuletzt war jedoch immer wieder kritisiert worden, dass in einigen Büchern von Geisel Darstellungen antisemitisch oder rassistisch seien. Ähnliche Debatten werden auch in Deutschland über europäische Klassiker wie „Jim Knopf“ oder „Pipi Langstrumpf“ geführt.

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