Friedemann Trick (rechts) bedankte sich bei Jugendreferent Roland Eckert mit einem Geschenk. Foto: Schweizer

Langeweile in den Herbstferien? Nicht so in Schömberg. Bei den Kinderbibeltagen wurde allerhand geboten, und das konfessionsübergreifend.

Laut und wuselig ging es kürzlich vor und in der Stauseehalle zu. Man hätte nicht meinen können, dass Mathe, Bio, Englisch und Co. pausieren, denn auch nur einen Steinwurf weiter, aus der Grundschule, war emsiges Treiben zu vernehmen.

 

Rund 100 Jungen und Mädchen tummelten sich im Rahmen der von den beiden großen Kirchen organisierten Kinderbibeltage auf dem Gelände. Und mit ihnen rund 40 Jugendliche und Erwachsene, die mit den Kindern spielten, bastelten und sangen.

„Buch der Bücher“ im Vordergrund

Es gab aber auch ruhigere Momente, denn, wie der Titel verrät, stand trotz Spaß und Action das „Buch der Bücher“ im Vordergrund. Oftmals sind die Geschichten daraus nicht ganz einfach zu verstehen. Doch Jugendreferent Roland Eckert von der evangelischen Kirchengemeinde Erzingen-Schömberg und sein Team schaffen es immer wieder – die Kinderbibeltage fanden zum wiederholten Mal statt – sie den Sieben- bis Zwölfjährigen auf verständliche Weise nahe zu bringen.

Dieses Mal lautete das Motto „Hab Mut wie Petrus“, dabei ging es um die Verleumdung aus der Passion, die Begegnung mit Jesus auf dem See Genezareth und die Befreiung Petrus‘ aus dem Gefängnis.

Mädchen haben einen Tanz einstudiert. Foto: Schweizer

„Wir haben die Stellen aus der Schrift gemeinsam gelesen, darüber gesprochen und das Gehörte in Kleingruppen vertieft“, berichtet Eckert. Alle Teilnehmer hätten engagiert mitgewirkt. Und auch das Rahmenprogramm sei auf großes Interesse gestoßen. Er sparte daher beim Abschlussfest mit den Eltern nicht mit Lob: „Ihr habt coole Kids, darauf könnt Ihr stolz sein.“

Jedes Treffen begann mit Musik. Es wurde, begleitet von einer kleinen Band, gesungen und geklatscht. Die Lieblingslieder, die Diana Trick anstimmte, waren schnell ausgemacht: „The-Dip-Song“, das „Mutmachlied“ und die Segensbitte „Von Anfang bis zum Ende“.

Jungs waren auf dem Bolzplatz

Nach der Bibelarbeit verschwanden die meisten Mädchen hinter dem Vorhang auf der Bühne, um einen Tanz einzustudieren, viele Jungs eiferten auf dem Bolzplatz dem runden Leder nach. Außerdem wartete ein Spielparcours darauf, erkundet zu werden. Wer sich kreativ betätigen wollte, dufte aus leeren Kunststoffflaschen ein Futterhäuschen bauen oder an einem Batik-Workshop teilnehmen. Bei einer Rallye mussten im „Städtle“ Bilder geschossen und möglichst viele Stempelaufdrucke aus den verschiedenen Geschäften gesammelt werden.

Die Helfer, darunter Bürgermeister-Ehefrau Nadja Sprenger und ehemalige Konfirmanden, was Roland Eckert besonders freute, sorgten derweil dafür, dass niemand Hunger litt. So gab es zur Stärkung Brezeln, Süßes und am letzten Tag sogar „Hotdogs“. Das Finale mit allen Kindern und Mitwirkenden verfolgte auch Pfarrer Stefan Kröger.

Nächsten Kinderbibeltage sind schon geplant

Friedemann Trick nutzte den Abschluss, um sich bei Eckert vor großer Runde zu bedanken und ein Geschenk zu überreichen. Der Jugendreferent sprach den Segen und lud gleich auch zu den Kinderbibeltagen im nächsten Jahr ein.

Diese finden von Montag, 27. Oktober, bis Mittwoch, 29. Oktober 2025, statt. Viele Kinder sehen sich aber davor noch des Öfteren, denn die meisten besuchen die Jugendscharen in ihren jeweiligen Kirchengemeinden.