Mit großen Schritten baut die Gemeinde Vöhringen die Kinderbetreuung aus. Auch der Kindergarten im Teilort Wittershausen darf jetzt räumlich expandieren.
Ortsvorsteher Helmut Maier informierte den Gemeinderat vor der Beschlussfassung zur Weiterentwicklung der Kinderbetreuung an den Standorten Friedrichstraße und Wittershausen über den Empfehlungsbeschluss des Ortschaftsrats.
Dieser habe „nach längerer Diskussion“ dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt. Im Gesamtkonzept ist außer der Kita Friedrichstraße auch der Kindergarten Max & Moritz im einzigen Ortsteil berücksichtigt. Dieser war im Herbst 2024 über eine provisorische Krippengruppe im Mehrzweckraum und die Verlegung des Bewegungsraums in Container zu einer dreigruppigen Einrichtung erweitert worden.
Ortschaftsrat legt vor
Laut Beschluss, der vom Gemeinderat bestätigt wurde, wird der Standort Wittershausen „für die dauerhafte Unterbringung von drei Gruppen um einen Bewegungsraum, einen zweiten Schlafraum, zugehörige Sanitäranlagen und einen Lagerraum baulich erweitert. Für die Essensausgabe im Rahmen einer Ganztagesbetreuung und für eine Personalaufenthaltsmöglichkeit ist ebenfalls eine Lösung zu finden.“
Nach dem Vortrag von Marc Schlotter vom Büro Formis über die Standortanalyse hatte Helmut Maier in der Vorberatung des Ortschaftsrats gegenüber Bürgermeister Stefan Hammer darauf gedrängt, die Planungsleistungen für den Anbau an den Kindergarten Wittershausen, parallel zur Vöhringer Planung, explizit in den Beschlussvorschlag für den Gemeinderat aufzunehmen.
Suche nach Plänen
Hammer entgegnete, die Planung gehe ohnehin mit dem Baubeschluss Wittershausen einher und werde unter dem Schwellenwert liegen. Anders als beim Standort Friedrichstraße, für den eine Mehrfachbeauftragung erforderlich sei, könne die Architekturleistung für Wittershausen freihändig vergeben werden. Zuvor wolle die Verwaltung den ursprünglichen Architekten feststellen und ob es für den etwa 40 bis 50 Jahre alten Kindergarten noch Baupläne gebe.
Unterschiedlicher Meinung waren Maier und Hammer in der Frage, ob es bei künftigen Räumlichkeiten für die Ganztagesbetreuung an der benachbarten Grundschule eine bauliche Verbindung und Synergieeffekte geben kann. „Wir haben diesen Punkt im Ortschaftsrat schon so oft diskutiert“, erinnerte Maier an eine wiederkehrende Forderung. Er fand, „wenn ein Planer über das Gelände geht, ist es kein Fehler zu schauen, was schon daneben steht.“
Rücksprache mit dem Fachpersonal
Hammer argumentierte dagegen. Aus pädagogischer Sicht sei es aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse „wenig sinnvoll, einen baulichen Zusammenhang zwischen einem einjährigen Krippenkind und einem zehnjährigen Grundschüler herzustellen“. Er warnte davor, ohne Rücksprache mit den Kita- und Schulleitungen einen Schnellschuss zu riskieren.