Der Kindergarten in Oberkollbach platzt derzeit aus allen Nähten. Foto: Carsten Knöller

In der Einrichtung herrscht derzeit eine frustrierende Ausnahmesituation – jetzt ist die Gemeindeverwaltung am Zug.

Joachim Pfeiffle von den Freien Wählern schilderte am Freitagabend dem Ratsgremium die Situation. „Es gibt derzeit große Schwierigkeiten. Die Gruppe der über Dreijährigen ist hoffnungslos überfüllt“, so Pfeiffle. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) ist ebenfalls involviert und sucht beim derzeitigen Engpass nach sinnvollen Zwischenlösungen.

 

Nadine Tscheuschner von der Bürgerliste ergänzte, dass etliche Eltern mit ihren Zöglingen in andere Kindergärten ausweichen müssten, obwohl bereits ein Geschwisterkind in Oberkollbach sei. Tscheuschner versicherte auf jeden Fall, dass mit dem maximalen Engagement an Lösungen gearbeitet werde.

Im Austausch mit den Behörden

Bürgermeister Johannes Schaible berichtete „die Elternschaft wurde über die Notsituation schon seit geraumer Zeit informiert“.

Zudem sei die Verwaltung mit den zuständigen Behörden bereits im gezielten Austausch, so der Rathauschef. Das Belegungslimit ist erreicht. Durch diverse Rückstellungen und unplanbare Veränderungen ist man in die ungewöhnliche Ausnahmesituation geschlittert.

Das könnte die Lösung sein

Die Verwaltung lässt prüfen, ob durch eine Mischung der Gruppen mehr Kinder aufgenommen werden können. Schaible erläuterte, dass für eine bestimmte Kinderanzahl gewisse Hygieneeinrichtungen wie Toiletten oder Handwaschbecken ausreichend vorhanden sein müssen. „Wir lassen aktuell die objektive Nutzung prüfen, denn die Ein-bis Zweijährigen nutzen gewöhnlich nicht die WCs“, so Schaible.

„Little Bird“ startet im Herbst

Die digitale Komplettlösung für Organisation, Platzvergabe und Kommunikation für Kinderbetreuungen „Little Bird“, für die der Gemeinderat grünes Licht gegeben hat, starte laut Bürgermeister Johannes Schaible im Herbst.