Den roten Button drückten Oberbürgermeister Jürgen Roth und Architekt Andreas Flöß im Beisein von Gemeinderäten, Ingenieuren und Handwerker als Zeichen für den Baustart der Kindertagesstätte „Oberer Brühl“ in Villingen. Foto: Birgit Heinig

Oberbürgermeister Jürgen Roth erklärte offiziell den Baubeginn der Kindertagesstätte „Oberer Brühl“ in Villingen. Im Sommer 2027 sollen die Kinder kommen.

Aus dem einstigen Unteroffiziersheim entlang der Kirnacher Straße in Villingen wird nach den Worten von Oberbürgermeister Jürgen Roth ein „lebendiges Haus für unsere Kinder“.

 

137 von ihnen werden sich ab dem Kindergartenjahr 2027/28 die Adresse Ewald-Merkle-Platz 3 merken können. Entstehen wird eine Tagesstätte mit acht Gruppen.

Zwei für U3- (unter drei), zwei für Ü3-Kinder sowie vier altersgemischte. Für vier wird es eine Ganztagsbetreuung geben, in vier Gruppen werden verlängerte Öffnungszeiten angeboten.

35 Plätze (zehn U3 und 25 Ü3) bleiben den Kindern städtischer Mitarbeiter vorbehalten. Damit leiste die Stadt als Arbeitgeber einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, so Roth am Freitagnachmittag vor Vertretern des Gemeinderats, des Ingenieurteams und der Handwerkerschaft.

Stadt investiert 12,5 Millionen Euro

Insgesamt investiert die Stadt für das Bauprojekt inklusive Verkehrsanbindung 12,5 Millionen Euro. Andreas Flöß vom beauftragten Architekturbüro versprach angesichts bereits angelaufener Bauarbeiten Kostensicherheit: „Noch haben wir Luft nach oben“.

Roth betonte den „Kraftakt“, der jedoch zugleich ein klares Signal an junge Familien sei, die „mehr als gute Worte, nämlich Räume für ihre Kinder brauchen“. Die Realität zeige, wie groß der Bedarf sei: Zum 31. Dezember 2025 stehen 227 Kinder auf der Warteliste, Ende 2026 sogar 688.

Baustein für familienfreundliches Villingen-Schwenningen

„Die Kita Oberer Brühl ist deshalb mehr als ein Bauprojekt, sie ist ein Baustein für ein familienfreundliches Villingen-Schwenningen und Teil unserer Ausbauoffensive Kita“. Viel zu lange habe auf dem ehemaligen Kasernengelände – früher Mangin, heute Oberer Brühl – zwischen der Richthofen- und der Pontarlierstraße Stille und Verfall geherrscht, sagte der OB. Nun habe man ein neues Kapitel für die Zukunft der Stadt aufgeschlagen.

Es sei immer wieder schön, wenn es wirtschaftlich Sinn mache, ein bestehendes Gebäude zu erhalten, sagte Andreas Flöß und kündigte an, dass man bei Statik und Konstruktion viel Holz einsetze.