Die Erzieherinnen Nina Schmidt (von links) und Sabine Voigt-Körbel, Bürgermeister Jörg Frey und Kindergartenleiter Simon Wiesenbach am Eröffnungstag am Eingang zum neuen Schonacher Waldkindergarten. Foto: Kommert

Die Bedarfsplanung der Kindergartenplätze stand in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schonach auf dem Programm. Hierbei wurde eine Erweiterung des neuen Waldkindergartens beschlossen.

Schonach - In der Sitzung Mitte Dezember 2021 hatte die Gemeindeverwaltung Schonach dem Gemeinderat eine umfassende Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2022/2023 vorgestellt. Daraus abzulesen war, das im genannten Zeitraum definitiv Ü-3-Plätze fehlen werden.

Der Gemeinderat hatte dann folgend die Erweiterung des bestehenden und zwischenzeitlich eingeweihten Waldkindergartens um 20 weitere Plätze zugestimmt, allerdings unter der Voraussetzung, dass hierfür Förderungen gewährt werden. Ob die nun der Fall sein wird, sei weiterhin unklar, so Sarah Brinkhus vom Hauptamt in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Aktuell fehlen definitiv zwölf Ü-3-Plätze

Insgesamt, so stellte sie nochmals fest, fehlen zum Kindergartenjahr 2022/23 definitiv zwölf Ü-3-Plätze, hinzu kommen noch elf Schonacher Kinder für die aktuell keine Rückmeldung zum Bedarf eingegangen ist. Bedarf sei so zweifelsohne gegeben.

Im U-3-Bereich werden die Plätze ausreichend sein. Hier hat man aktuell im Kindergarten St. Raphael wie auch im Kinderhaus Gipfelstürmer noch Plätze.

Natürlich, so Brinkhus, sei das nur eine Bestandsaufnahme. Änderungen durch Weg- oder Zuzug aber auch durch Rückstellungen würden die Zahlen immer wieder durcheinanderwerfen.

Pflichtaufgabe der Gemeinde

Da das Vorhalten von Kindergartenplätzen eine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei, bat Bürgermeister Jörg Frey darum, die Mittel auch ohne Förderzusage freizugeben. Würde man warten, könnte man wohl bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs das zweite Gebäude nicht fertigstellen.

Das der Waldkindergarten der richtige Weg sei, zeigte sich, so Frey, bei der Einweihung des ersten Häuschens, das seiner Meinung nach wirklich toll geworden sei.

Reaktionen der Fraktionen

Silke Burger (CDU) zeigte ihr Einverständnis zu dem Vorschlag. Sie wollte wissen, ob man, sollte der Bauantrag nun gestellt werden, dennoch in den Genuss einer eventuellen Förderung komme. Frey erklärte, dass der Bauantrag selbst nicht schädlich sein sollte. Allerdings könnte ein Baubeginn vor der Förderzusage eventuell eine Förderung verhindern.

Petra Hettich (FWV) stellte klar, dass man den Bedarf an Plätzen erfüllen müsse. Sie fragte wie das zweite Gebäude aussehen solle. Habe dies die gleiche Größe, und sei es ebenfalls mit Galerie und Küche ausgestattet? Brauche man das in der Größe überhaupt?

Ortsbaumeister Ansgar Paul erklärte, dass man genau analog zum bestehenden Häuschen bauen wolle. Etwas günstiger könnte das aber dennoch werden, da Anschlüsse bereits verlegt seien und keine Heizung benötigt werde, das diese bereits im ersten Gebäude vorhanden sei. Die Küchenzeile könnte man einsparen, allerdings sei die mit rund 2000 Euro nicht der größte Posten.

Tipi ist keine Alternative

Von der Alternative eines Hauses, etwa ein Tipi, wie früher auch von Petra Hettich vorgeschlagen, bat Bürgermeister Frey Abstand zu nehmen. Das sei für die Höhenlage Schonachs nicht das Richtige. Er pflichtete Kathrin Kimmig (OGL) bei, die den Charakter eines reinen Waldkindergartens vermisste.

Allerdings befand er die Hütten dennoch für die richtige Alternative, da die Kinder hier bei schlechtem Wetter einen trockenen und warmen Zufluchtsort vorfinden würden.

Schlussendlich stimmte der Gemeinderat zu. Somit kann der Waldkindergarten um eine weitere Gruppe von 20 Plätzen ergänzt werden. Die Gemeindeverwaltung beauftragte man, die entsprechende Schritte einzuleiten.