In seiner letzten Sitzung im ablaufenden Jahr besucht der Oberndorfer Gemeinderat den Kita-Neubau in Bochingen – das teuerste Hochbauprojekt seit langem.
„Mehr kann man wirklich nicht anbieten, um die Voraussetzungen zu schaffen, für ein pädagogisch wirksames Agieren, für ein optimales Hineinwachsen der Kinder in ein soziales Umfeld, für eine erfolgreiche Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes und gezielte Vorbereitung auf die Grundschule“ – darin zeigten sich die Gemeinderäte der Stadt Oberndorf mit Bürgermeister Matthias Winter überzeugt bei der Besichtigung des Erweiterungsbaus des Bochinger Kindergartens.
In der Praxis sehen, was in der Theorie beschlossen wurde, darauf wollte man nun nicht bis zum Tag der offenen Türe mit Festakt im Frühjahr warten. Denn seit der Inbetriebnahme Anfang September eilt dem neuen Gebäudetrakt ein so positiver Ruf voraus, dass man nun auch konkret sehen wollte, „wohin die Gelder geflossen sind“, wie Wolfgang Hauser es ausdrückte. Diese sind im veranschlagten Rahmen geblieben, und auch der Zeitplan konnte eingehalten werden.
Entstanden ist ein helles, freundliches Gesamtensemble, das durch hohe Funktionalität bei gleichzeitigem Wohlfühlcharakter besticht, durch seine besondere Architektur auffällt, sich trotzdem optisch in das Gesamtareal mit dem Bestandsgebäude harmonisch einfügt – da wurde etwas ganz Besonderes geschaffen –, und so zeigten sich die anwesenden Gemeinderäte sehr zufrieden.
Zukunftsfähige Planung
Einrichtungsleiterin Eva Steinmaier zeigte sich angetan von den „tollen Räumlichkeiten“, in welchen die Arbeit sehr viel Spaß mache. Die Kinder seien mit staunenden Augen eingezogen, hätten sich sofort eingelebt. Nicht minder begeistert würden sich Eltern und das Erzieherteam ob der vielen Möglichkeiten, die sich auftun, äußern – insbesondere eben auch wegen der Möglichkeit zu Umnutzung und Anpassung, sollten sich Gegebenheiten und Voraussetzungen ändern. Spielen, lernen, bewegen, ruhen, Neigungen ausleben und Freiräume erkunden – alles ist möglich.
Bistro lädt ein
Neben den Gruppen-, Bewegungs- und Waschräumen sind es auch die Ecken und Nischen, in denen sich Individualität ausleben und stärken lässt. Natürlich sind auch schon die räumlichen Weichen gestellt für die Ganztages-Kinderstätte, denn aktuell bietet der Bochinger Kindergarten verlängerte Öffnungszeiten an, weshalb eine Mensa nicht erforderlich ist. Trotzdem lockt das schöne Bistro zum ersten und zweiten Frühstück, das individuell eingenommen werden kann. Und die Küchenzeile lädt ein, auch mal selbst ans Werk zu gehen.
Die Besucher sprachen die angenehme Akustik an, stellten Fragen zur Sicherheit, erfuhren alles Wissenswerte über das Lüftungssystem, die Heizungs- und PV-Anlage. Noch fehlen das Sonnensegel und die Bepflanzung, doch jedem Gruppenraum ist ein überdachter Außenbereich zugeordnet, um auch bei ungünstiger Wetterlage an der frischen Luft spielen zu können.
Bis der Bestandsbau saniert ist, werden alle Kinder ab zwei Jahren im neuen Gebäudekomplex von sieben ausgebildeten Fachkräften und einer Erzieherin in der „PiA“ – das steht für praxisintegrierte Ausbildung – betreut. 2026 werden drei neue pädagogische Fachkräfte das Team komplettieren, denn dann wird die Einrichtung vier Kindergarten- und eine Krippengruppe umfassen.