Das Vorstandsteam mit Amalie Rebmann (von links), Maritta Käfer und Stefanie Schwarzeit geht mit dem Übergang des Kindergartens zum 1. Januar 2025 in ihre letzte Runde. Foto: Albert Bantle

Die Trägerschaft des Kindergartens in Kappel geht mit Beginn des nächsten Jahres in neue Hände. Für den Kindergartenverein könnte dies das Ende bedeuten.

Der Kindergartenverein in Kappel ist womöglich bald Geschichte. Die Trägerschaft geht voraussichtlich zum 1. Januar 2025 an die Gemeinde über.

 

Zur voraussichtlich vorletzten Jahreshauptversammlung hatten sich unter der Leitung der ersten Vorsitzenden Stefanie Schwarzeit zahlreiche Vereinsmitglieder, Eltern und Erzieherinnen eingefunden. Schließlich ging es in der Sitzung um die Abstimmung im Rahmen einer Betriebsänderung, nach der der Kappeler Kindergarten zum 1. Januar 2025 in die Obhut der Gemeinde Niedereschach übergehen soll.

Letztendlich war diese Abstimmung, in der sich die Stimmberechtigten mehrheitlich für den Übergang der Trägerschaft an die Gemeinde aussprachen, eher eine Formalität, denn die Eltern seien in verschiedenen Elternabenden bereits vorab umfassend informiert worden. Der neue Betreibervertrag sei bereits zu Papier gebracht und die Personalgespräche seien alle geführt worden, so dass alles problemlos an die Gemeinde übergehen könne, informierte die erste Vorsitzende. Die Arbeitsverträge blieben bestehen. Es ändere sich lediglich die Trägerschaft.

Endgültige Abstimmungim Gemeinderat

Auch die Kostenstruktur der Einrichtung werde sich durch die Übernahme nicht maßgeblich verändern. Bereits bisher habe die Gemeinde Niedereschach die nicht erwirtschafteten Kosten des Kindergartenvereins entsprechend dem genannten Betreibervertrag übernommen. Die endgültige Abstimmung solle dann in der nächsten Gemeinderatssitzung erfolgen.

Der Sitzungsvorlage ist zu entnehmen, dass der Kindergartenverein Kappel bereits vor einigen Jahren auf die Gemeinde zugekommen ist und berichtete, dass es immer schwieriger werde, die Trägerschaft für den Kindergarten in Kappel aufrechtzuerhalten. Der Verein habe dennoch immer wieder eine Möglichkeit gefunden, diese weiterzuführen.

Nach neuerlichen Gesprächen habe die Vorstandschaft jedoch nun definitiv erklärt, dass es nun nicht mehr möglich sei. Stefanie Schwarzeit betonte dazu, dass sie es sehr schade finde, dass der Verein jetzt wahrscheinlich aufgelöst wird, weil sich bis jetzt niemand von den Eltern gemeldet habe, um eventuell einen Förderverein ins Leben zu rufen. Das Interesse dahingehend sei „gleich null“ gewesen, und die Konsequenz daraus sei, dass in der nächsten Generalversammlung die Auflösung des Kindergartenvereins beschlossen werden müsse.

Beitragserhöhungbeschlossen

Auch über eine Beitragserhöhung war in der Sitzung noch abzustimmen. Die vorgestellte Erhöhung für 2026 sei nun mit rund sieben Prozent auch nach den Vorschlägen des Landes so bemessen, dass man früher oder später auf denselben Beitrag wie in Fischbach, Schabenhausen und Niedereschach komme. Die Beitragserhöhung wurde, auch wenn es dazu deutliche Gegenstimmen gab, ebenfalls mehrheitlich angenommen.

Bei den Neuwahlen für die Restlaufzeit des Kindergartenvereins wurden die zweite Vorsitzende Michaela Hauser wie auch Kassiererin Amalie Rebmann einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.