Die Stadt Dornhan hat genug Kindergartenplätze, und auch für Kinder von außerhalb gibt es Plätze. Allerdings gibt es nicht nur positive Nachrichten.
In der Dornhaner Gemeinderatssitzung ging es um die Kindergartenbedarfsplanung. Die Stadt Dornhan kann mit sechs Einrichtungen ausreichend Kindergartenplätze zur Verfügung stellen. Für weitere Ü-3-Plätze sieht Bürgermeister Markus Huber in den kommenden Jahren keinen Handlungsbedarf.
Neu dazu gekommen ist Naturkindergarten, der im September seinen Betrieb aufnehmen wird. Ansonsten ändert sich bei der Bedarfsplanung nicht viel. Insgesamt hat Dornhan 362 genehmigte Betreuungsplätze für Kinder von zwei bis sechs Jahren sowie 40 Krippenplätze für Ein- bis Dreijährige.
Zwei Kindertagesstätten mit 10,5 Gruppen sind städtisch, drei mit sieben Gruppen sind in evangelischer und eine mit zwei Gruppen in katholischer Trägerschaft.
Größte Einrichtung ist das Kinderhaus mit 185 Gesamtplätzen. Die Ü-3-Plätze sind, so die Anmerkung der Verwaltung, nahezu alle belegt. Im Krippenbereich gibt es noch freie Kapazitäten, die aber oft durch Zuzug in Anspruch genommen werden.
Ein Tag der offenen Tür
Der Naturkindergarten soll zunächst mit einer Kleingruppe zum Kindergartenjahr 2025/26 starten. Anmeldungen lägen momentan noch nicht vor: Das sei der Grund, dass die Gruppe bis September stillgelegt sei.
Bis dahin soll das bereits vorhandene Personal für den Naturkindergarten im Kinderhaus verbleiben. Aufgrund der knappen Personalsituation bestehe dort kein „Personalüberhang“.
Die Verwaltung geht davon aus, dass mehr Eltern Interesse am Naturkindergarten anmelden, wenn dieser in Betrieb ist. Sollte dann die Kleingruppe in eine volle Gruppe umgewandelt werden, wäre dies kein Problem. Ein Tag der offenen Tür mit der Möglichkeit, den Naturkindergarten zu besichtigen, ist für den 6. Juni geplant.
Kostenausgleich von rund 8500 Euro
Der evangelische Kindergarten in Dornhan plant wieder zwei Gruppen, die im Juli 2026 dann auch alle belegt sein werden. Im ebenfalls zweigruppigen katholischen Kindergarten Leinstetten gibt es derzeit noch freie Plätze. Dort werde immer wieder geprüft, ob eine Umwandlung in eine Kleingruppe erfolgen solle.
Im evangelischen Kindergarten Marschalkenzimmern mit drei Gruppen werden die Plätze um drei auf 69 reduziert. Das hängt damit zusammen, dass aufgrund einer Nachfrage der Eltern eine altersgemischte Regelgruppe in eine altersgemischte Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten umgewandelt wird. Keine Änderungen ergeben sich für den evangelischen Kindergarten Weiden mit seinen 44 Gesamtplätzen.
Weiter informierte die Verwaltung darüber, dass Dornhaner Kinder in Loßburg, Oberndorf und Fluorn-Winzeln betreut werden. Dafür werde ein Kostenausgleich von rund 8500 Euro geleistet.
Erhöhung der Elternbeiträge um 7,3 Prozent
Der Anteil auswärtiger Kinder in Dornhan – sie kommen unter anderem aus Sulz, Oberndorf, Alpirsbach, Schopfloch, Tübingen und Schramberg – ist ungleich höher. Dafür erhielt die Stadt im vergangenen Jahr einen interkommunalen Ausgleich von fast 60 000 Euro.
Dennoch müssen die Eltern wieder mehr zahlen: Für das Kindergartenjahr 2025/2026 beschloss der Gemeinderat eine Erhöhung der Elternbeiträge um 7,3 Prozent. Dies entspricht der Empfehlung der Vertreter des Städtetags, Gemeinderats und der Kirchenleitungen. Das angestrebte Ziel, einen Deckungsgrad von 20 Prozent durch Elternbeteiligung zu erreichen, wird auch mit der neuen Anpassung nicht erreicht.