Der Kindergarten in Sommenhardt ist der größte im Stadtgebiet von Bad Teinach-Zavelstein. Die Kommune ließ das Gebäude grundlegend sanieren. Foto: Thomas Fritsch

Eine Kinderbetreuung zur Zufriedenheit der Eltern auf die Beine zu stellen, ist für die Kommunen eine große Herausforderung. Wie sieht es hier in Bad Teinach-Zavelstein aus?

Die Stadt Bad Teinach-Zavelstein hat erst vor Kurzem den Kindergarten in Sommenhardt grundlegend sanieren lassen. Nach Abschluss der Arbeiten gab es im September des vergangenen Jahres ein großes Fest. Immerhin mussten die Kinder während der Arbeiten fast ein Jahr lang in Containern verbringen.

 

Den größten Bedarf gibt es im Jahre 2027

Der Kindergarten in Sommenhardt hat seit März eine dritte Gruppe. Laut Betriebserlaubnis dürfen dort bis zu 75 Kinder betreut werden. Diese Kapazität dürfte die nächsten Jahre auch reichen. Allenfalls 2027 könnte es sein, dass diese Grenze überschritten wird.

Bis 2027 steigt die Zahl der Kinder in Bad Teinach-Zavelstein an. „Dann geht es runter“, sagte Bürgermeister Markus Wendel in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die im Gremium vorgestellten Zahlen gelten nur unter der Voraussetzung, dass es keine Zu- und Wegzüge gibt. Demnach gibt es zum 1. Mai in Sommenhardt voraussichtlich einen Bedarf an 61 Kindergartenplätzen.

Im Kindergarten in Emberg gibt es zwei Gruppen. Laut Betriebserlaubnis dürfen dort bis zu 48 Kinder betreut werden. Auch diese Zahl wird nach den Berechnungen der Stadt 2027 kurzzeitig überschritten.

Eine Gruppe wird im Kindergarten in Zavelstein betreut. In der Einrichtung mit kirchlicher Trägerschaft dürfen laut Betriebserlaubnis bis zu 24 Kinder sein.

Wendel sieht das Ganze „ziemlich entspannt“, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung gleich mehrfach betonte. Jede Gruppe dürfe um bis zu zwei Kinder vergrößert werden, wenn das Personal mit den entsprechenden Fachkenntnissen vorhanden sei.

Den Personalbestand bezeichnete Wendel als gut, wobei Personal eigentlich immer gesucht werde. So sei die Stadt zum Beispiel auf der Suche nach einer Person, die bei Bedarf einspringt. Im September würden zwei neue Auszubildende eingestellt.

In Bad Teinach-Zavelstein habe es im vergangenen Jahr um die 30 Geburten gegeben, so Wendel. In diesem Jahr seien es bislang vier.

Auch Ehrenamtliche gefragt

Außerdem gibt es ab 2026 den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung an Grundschulen. Hier will sich die Stadt um die entsprechenden Förderanträge kümmern und sich auf die Suche nach Personal machen. Dabei setzt die Stadt auch auf Ehrenamtliche, wie Rathauschef Wendel deutlich machte.

Stadträtin Andrea Mast fragte, ob bei der Kinderbetreuung mit anderen Kommunen zusammengearbeitet werden könne.

„Das Problem ist der Weg“, antwortete Bürgermeister Wendel. Manche Eltern aus Bad Teinach-Zavelstein würden ihre Kinder in anderen Kommunen gerade im Landkreis Böblingen unterbringen, sagte. Der Grund sei häufig, dass diese Einrichtungen auf dem Weg zur Arbeit lägen. Er habe kein Problem damit, wenn die Stadt dann etwas an die betreffenden Kommunen zahlen müsse.