Eine weitere halbe Kindergartengruppe wird voraussichtlich gestrichen.
Der Ortschaftsrat stimmt dem Ansinnen der Stadtverwaltung zu. Damit verhält man sich im kleinsten Bad Dürrheimer Stadtteil wie im größten, in Hochemmingen wurde der Weg zuvor genauso vorgegeben.
Mit dieser Zustimmen hat es der Gemeinderat leichter, dieser muss das „Streichkonzert“ final absegnen. Momentan sind zwölf Zöglinge im Biesinger Kindergarten „Löwenzahn“ untergebracht, dessen Kapazität weist aber 22 Plätze aus.
In finanziellen Belangen wird in Bad Dürrheim derzeit jeder Stein umgedreht, der kommunale Haushalt ist mit einem Defizit beschlossen; das ist eigentlich unzulässig. In der Finanzaufsicht drückte man jedoch ein Auge zu, Auflagen sind erteilt.
„Wir konnten den Haushalt für 2026 nicht anders abschließen. Deshalb sind uns klare Vorgaben gemacht worden und wir müssen diese nun umsetzen“, so Bürgermeister Jonathan Berggötz während der Ortschaftsratssitzung im Biesinger Rathaus. Anders als zuvor in Hochemmingen war in Biesingen bei der Darstellung der Sachlage deutliches Bauchgrummeln zu vernehmen, letztlich beugte man sich aber dem dargelegten Sachverhalt.
Ortsvorsteherin Tatjana Tröster blickte wie die Funkelstein-Erzieherinnen wenig erfreut drein, Berggötz sprach die Worte, die er schlicht sprechen musste: „Sie dürfen mir glauben, liebe Anwesende, dass mir die Tour durch die Ostbaar mit dieser Thematik nicht gefällt. Schön ist anders.“
In einem weiteren Punkt ging es um die Kötach. In Biesingen scheint diese die Brücke an der Alten Mühle nach und nach zu hinterspülen, die Örtlichkeit soll in Augenschein genommen werden.