Der Fall des Schwenninger Kinderarztes Stefan Röser beschäftigt viele Familien in der Region – und wohl bald auch die Politik. Foto: Cornelia Spitz

Zur Berichterstattung über den Schwenninger Kinderarzt Stefan Röser und drohende Rückforderungen der Kassenärztlichen Vereinigung wegen überlanger Arbeitszeiten schreibt der Leser Bernhard Jussli aus Bad Dürrheim.

Wo bleibt der Mensch?

 

Dass in Deutschland – und ganz besonders auch im Schwarzwald-Baar-Kreis – ein im höchsten Maße akuter Ärztemangel besteht, davon konnten und können sich viele Bürger aus leidvoller Erfahrung ein klares Bild machen.

Wenn nun, um das Fass vollends zum Überlaufen zu bringen, kassenärztliche Vereinigungen Knüppel und Steine in den Weg kompetenter und verantwortungsbewusster Ärzte werfen, so ist es jetzt an der Zeit, dass ein lauter Aufschrei erfolgt, so laut, dass ihn auch ein Herr Lauterbach in Berlin nicht mehr überhören kann.

Man kann doch nicht so weltfremd sein

Man sollte sich viel mehr Gedanken über die Grundversorgung unserer Bürger, angefangen bei unseren Jüngsten, machen. Wo bleibt hier der hilfsbedürftige Mensch? Man kann doch nicht so weltfremd sein und dabei so wichtige Dinge wie unsere ärztliche und medizinische Grundversorgung derart missachten!

„Ein leuchtendes Vorbild“

Vor einem Kinderarzt wie Herrn Dr. Röser in Schwenningen muss man mit allem Respekt den Hut ziehen. Für ihn ist das Praktizieren nicht nur Beruf, sondern echte Berufung. Dieser hat eines erkannt, nämlich dass unsere Kinder und Enkelkinder unsere Zukunft sind. Ihm dann noch obendrein mit Bestrafungen zu drohen, ist wohl der Gipfel an Unverfrorenheit.

Wo Menschen zusammenleben, ist eines gefragt: nämlich Menschlichkeit. Hierbei ist Dr. Röser ein leuchtendes Vorbild, dem hoffentlich noch viele andere Ärzte folgen.

Gut versorgt? Wo denn?

Was ich aus einigen Zeitungsberichten erfahren habe, ist, dass wir angeblich gut versorgt mit Ärzten sind? Wo denn? Es nimmt kein Arzt neue Patienten auf, da sie komplett voll sind, im Klinikum sind sie überfordert, aber man soll mit den Babys zum Impfen kommen.

Die Gründerin der Facebook Gruppe „Mir Schwenninger“ Yvonne Hauser hat von Manuela Greg eine Petition drin, man muss auf die Missstände aufmerksam machen!

Gerhard Jussli, Bad Dürrheim

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