Der Kindergarten Rangendingen: Auf dem Spielplatz können sich die Knirpse austoben. Foto: Kauffmann

Ein neues Konzept für die Betreuung der jüngsten Rangendinger in Kindertagesstätten wird derzeit erarbeitet. Bei manchen Eltern sorgt die aktuelle Situation für Unmut.

Nicht ganz einfach ist derzeit die Situation im Hinblick auf die Betreuung von Kindern in Rangendingen. In nicht-öffentlicher Sitzung hat das Gremium beschlossen, den Krippen-Standort an der Heimgartenstraße ab Herbst 2025 zu schließen. Das hat Bürgermeister Manfred Haug am Montag dem Gemeinderat berichtet. Für die Betreuung der Gruppe von ein- bis zweijährigen Kindern lagen nur drei Anmeldungen vor.

 

Künftig sollen alle Gruppen um 7 Uhr beginnen

Demnach würden derzeit Gespräche geführt, um neue Betreuungsmodelle zu etablieren. Die Gründe dafür: Bisher ist die Organisation der Kinderbetreuung überaus personalintensiv und schlecht zu planen. Mit dem neuen Modell sollen Kräfte gebündelt und effizienter eingesetzt werden können. Ziel ist, den „Wünschen der Eltern maximal entgegen zu kommen“ (Haug).

Im Gespräch ist derzeit die Startzeit der Betreuung kategorisch auf 7 Uhr festzusetzen. Darüber hinaus soll es drei verschiedene Betreuungszeiten geben, mit einer Dauer von sechs, sieben und neun Stunden pro Tag. Im Moment geht es, wie Haug erklärte, auch um verwaltungstechnische Feinheiten, etwa um die Betriebserlaubnis – auch hier bestehen Regelungen, die bis ins Detail berücksichtigt werden müssen. Dies kann aber erst ab dem Kindergartenjahr 2025/2026 umgesetzt werden.

„Unter Zeitdruck“ eine Lösung finden

Das bedeutet zum einen, dass „unter Zeitdruck“ (Haug) Lösungen gefunden werden müssen. Zum anderen müssen manche Eltern mit einer Hängepartie rechnen. Wie Haug berichtet, sind der Verwaltung die Problemlage durchaus bekannt. Derzeit würden „viele Gespräche“ über das Thema geführt, auch mit den Kindergartenleitungen.

Welchen Herausforderungen Eltern derweil entgegensehen können, machten ein Vater und eine Mutter bei der Bürgerfragestunde des Gemeinderats deutlich. Sie haben zwei Töchter, von denen eine ursprünglich einen Krippenplatz am Standort in Rangendingen erhalten sollte – das trifft sich, denn das zweite ältere Kind besucht den Kindergarten dort ebenfalls.

U3-Plätze nur in Bietenhausen

Nach dem Beschluss des Gemeinderats hieß es jedoch, dass die Gemeinde dem Kind nur am Standort Bietenhausen einen Platz anbieten kann. Dort beginnt die Betreuungszeit aber erst um 7.30 Uhr. Das schafft handfeste Probleme, denn die junge Mutter wollte doch eigentlich wieder in den Beruf einsteigen – und der Einsatzplan, den ihr künftiger Chef gemacht habe, sei quasi dahin.

Die Eltern bemängelten darüber hinaus die Kommunikation. Sie wissen nach eigenen Angaben noch nicht, wann die Eingewöhnung in Bietenhausen stattfinden soll. Manfred Haug brachte sein Bedauern über die Situation zum Ausdruck. Derzeit könnten nur U3-Plätze in Bietenhausen angeboten werden. Außerdem vermittelte er, dass intensiv nach Lösungen gesucht wird.