Der alte Bauwagen hat ausgedient, für einen neuen Rückzugsort ziehen alle an einem Strang. Die Schlüsselübergabe in Donaueschingen ist begleitet von Lob und Dank.
Es war ein schwieriger Akt, den neuen Wichtelwagen am Naturkindergarten Apfelbäumchen ans Ziel zu rangieren. Schon im Vorfeld hatte es viele Helfer gebraucht.
Die Herausforderung bestand darin, den Kindergarten während des Umbaus nicht zu schließen. Deshalb musste der neue Wagen in drei Tagen stehen. Es ging an einem Donnerstagabend los. Es wurde geschaufelt, gesägt und geschraubt. Ein Schlepper kam, der Wagen bewegte sich nicht. Auch ein zweiter Schlepper nützte nichts. Erst ein Kettenfahrzeug half weiter, und es musste noch von Hand geschoben werden. In der Samstagnacht wurde die Wiese schließlich wieder sauber gemacht.
Die Schlüsselübergabe
Alle zogen wieder an einem Strang: Eltern, Elternbeirat, Förderverein, die Kindergartenleitung, das Team vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), zwei Firmen und viele weitere Unterstützer. Vor kurzem fand die Schlüsselübergabe an Kindergartenleiterin Jessica Lippert statt. Der Wagen hat eine passende Innenausstattung und eine Hochebene, sodass sich die Kinder, wenn sie sich einmal nicht im Freien aufhalten, so richtig wohlfühlen können. Am besten gefällt ihnen die Kuschelecke.
Tobias Rosenstiel, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands und Träger des Kindergartens, bedankte sich bei allen Beteiligten für die „großartige Aktion“, insbesondere bei der Stadt, die 70 Prozent der Kosten von 125.000 Euro übernommen hatte und durch Amtsleiterin Sandra Reich und Oberbürgermeister Erik Pauly vertreten war.
Rosenstiel lobte vor allem die unbürokratische, schnelle Abwicklung in der Verwaltung. Wichtig, so der Oberbürgermeister, sei bei solchen Projekten, dass alle in die gleiche Richtung zögen. Armin Hensler, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands, bedankte sich für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden.
Viel ehrenamtliche Hilfe
Der alte Bauwagen war in die Jahre gekommen und an vielen Stellen reparaturbedürftig. Dieser sei weitergegeben worden und stehe jetzt im Garten eines Einfamilienhauses. Ein Zeichen für Nachhaltigkeit, wie der Vorsitzende des Fördervereins, Sebastian Schnitzer, betonte.