Die Kinder hielt es aber nicht lange auf ihrem Platz, sie versuchten die Seifenblasen einzufangen. Foto: Steinmetz

Sulz beteiligte sich am Sonntag zum fünften Mal am Schlosserlebnistag. Und da gab es einiges Faszinierendes zu entdecken.

Das diesjährige Thema lautete: „Freiheit“. Davon handeln auch viele Märchen, wie Sigrid Maute den Kindern im Fürstensaal des Wasserschlosses erklärte.

 

Ein Wissenstest vorab zeigte, dass die jungen Zuhörer ganz gut über Märchen Bescheid wussten. Wenn Frau Holle ihre Betten ausschüttelte, dann schneite es. Und was ließ Rapunzel vom Turm herunter? Es war natürlich ihr Haar. In welcher Reihenfolge sich die Bremer Stadtmusikanten aufstellten, war auch keine schwierige Frage.

Sigrid Maute fesselte die Kinder mit dem Märchen von einem armen Dienstmädchen, das einem als Täubchen verzauberten Prinzen wieder zu seiner richtigen Gestalt verhalf. Klar: Danach wurde im Königreich eine große Hochzeit gefeiert.

Die Kinder hält es nicht lange auf ihren Plätzen

Derweil war draußen das Programm schon im Gang. Die lustige und umtriebige Frohnella rief die Kinder zusammen, denn gleich sollte die Seifenblasen-Show im Schlossgarten starten. Sie hatte es eilig, aber im Mittelalter ging es immer etwas langsamer zu.

Sigrid Maute erzählt Märchen. Foto: Steinmetz

Klaus Klücklich musste zuerst den Wind prüfen, damit die Seifenblasen nicht in die falsche Richtung flogen. Als die Zuschauer richtig saßen, ging es los. Die Kinder hielt es aber nicht lange auf ihrem Platz, sie versuchten die Seifenblasen einzufangen. Fast unmöglich, es flogen immer mehr und größere herum.

Das Glücksrad dreht sich

Im Brunnen am Eingang zum Schlosshof drehte sich das Glücksrad. Dort war auch der Sulzer Salzdrache zugange. Für die Besucher war das Maskottchen ein begehrtes Fotomotiv. Die Stadt informierte am Stand über ihre Wanderwege und das Ferienprogramm.

Am Eingang zum Schlosshof war der Sulzer Salzdrache zugange. Foto: Steinmetz

Auf dem Schlosshof war eine Spielstraße aufgebaut, und in der Remise standen Basteltische.

Im Schlossmuseum mit seinen verschiedenen Abteilungen gab es Führungen. Im Dorfmuseum läutete Dorothee Lauer gerade die Glocke des Büttels und erklärte dessen Aufgaben. Er war nämlich im Dorf derjenige, der die Neuigkeiten verkündete, Hochzeiten und Beerdigungen ausrief – und nebenher noch manches Schnäpschen in den Häusern spendiert bekam. Solche Anekdoten am Rande gehörten mit dazu.

Hobby-Künstlermarkt erstmals gleichzeitig

„Unsere Intention ist es, Kinder früh ins Museum zu bringen und ihnen Erlebnisse zu bieten, die im Gedächtnis bleiben“, erklärte Frank Börnard vom Kulturamt der Stadt.

Offenbar ist das gut gelungen. Viele Kinder kämen regelmäßig zum Schlosserlebnistag, stellte er fest. Mit der Veranstaltung könne auch gezeigt werden, dass Sulz eine familienfreundliche Stadt sei.

Erstmals fand gleichzeitig der Hobby-Künstlermarkt im Schlössle im Giessen statt. Dort präsentierten 20 Aussteller ihre Werke. Börnard sah den Künstlermarkt auf der anderen Straßenseite keineswegs als Konkurrenzveranstaltung, sondern als Ergänzung.

Den Schlosserlebnistag organisierte das Kulturamt der Stadt zusammen mit der Ortschaft Glatt, dem Kinder- und Jugendbüro sowie dem Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt mit Leiter Cajetan Schaub.