Spenden aus Hechingen ermöglichen die medizinische Behandlung. Foto: Ederer

Zehn kranke Kinder in Goma konnten mit Unterstützung von „Kinder brauchen Frieden“ medizinisch versorgt werden.

In Goma, der größten Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo, bleibt der Ausnahmezustand Realität für viele Familien und Kinder. Die Rebellenbewegung M23 kontrolliert weite Gebiete rund um Goma, wodurch der Zugang zu medizinischer Versorgung stark eingeschränkt ist.

 

Medikamente sind oft unerschwinglich, funktionierende Gesundheitsstrukturen fehlen. Aus Verzweiflung greifen viele zu Mitteln, die nichts bewirken oder sogar gesundheitsschädlich sind.

In Kooperation mit HEAL Africa hat der Verein „Kinder brauchen Frieden“ ein spezielles Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Es bietet gezielte medizinische Unterstützung für Kinder in akuter Not.

Dem zweijährigen Charles geht wieder besser. Foto: Ederer

Mit Hilfe von Spenden konnten in den letzten zwei Monaten zehn gefährdete Kinder kostenfrei behandelt werden. Die Diagnosen reichten von Malaria, Mittelohr- und Mandelentzündungen über Masern, Bronchitis und Magen-Darm-Infektionen bis hin zu Nierenbeckenentzündungen und Rachitis. Alle zehn Kinder sind heute wieder gesund.

Die Projektleiterin Zinah Dörlemann, berichtet: „Besonders eindrücklich sind für mich diese Schicksale: Agnès, eine 65-jährige Großmutter, die seit der Flucht ihrer Kinder alleine für ihre vier Enkelkinder sorgt, und Charles, zwei Jahre alt, dessen Mutter verstorben ist. Seine Nachbarin nahm ihn auf – und wurde von ihrem Mann verlassen.“

Agnès und die Nachbarin von Charles konnten den Enkeln und dem Zweijährigen mit finanzieller Hilfe von „Kinder brauchen Frieden“ die dringend notwendige medizinische Versorgung ermöglichen. HEAL Africa habe über die medizinische Hilfe hinaus auch Würde wiederhergestellt, Sicherheit geschaffen und vor allem Hoffnung gegeben.

www.kinder-brauchen-frieden.de