Dieses Geld ist gut angelegt: 750 000 Euro hat die Stadt Nagold in ein neues Multifunktionssportfeld zwischen OHG und Zellerschule investiert. Nun ist es eröffnet. Die möglichen künftigen Nutzer dürften Schlange stehen.
Sie waren kaum zu bremsen. Die positive Anspannung der Kinder war für alle Anwesenden spürbar. Und so machten sie es extra kurz: die offiziellen Redner. Maximal 15 Minuten brauchten die insgesamt fünf Redner, um ihre Gruß- und Dankesworte zu sprechen. Und dann wurde endlich gekickt!
Nagold hat eine neue Freizeitanlage für Kinder und Jugendliche. Ein Multifunktionssportfeld entstand in den letzten Monaten direkt zwischen dem Otto-Hahn-Gymnasium und der Zellerschule. Ein toller Ort, um sich mal richtig auszutoben.
Und nicht nur Fußball kann dort gespielt werden. Neben den größeren Toren bieten kleine Mini-Tore in zwei integrierten Querspielfeldern weitere Sportmöglichkeiten. Basketball kann natürlich auch auf dem neuen eingezäunten Court direkt neben der Schulmensa gespielt werden. Und sind erst einmal die Linien richtig aufgebracht, kann auch Handball gespielt werden. Volleyballspiele ermöglicht die neue Freizeitstätte ebenfalls -wenn man denn die Pfosten und das Netz dazu hat und aufbauen kann. Kurzum: Das neuen Spielfeld lässt sicher in Massen Sportler- und Kinderherzen höher schlagen.
Zahlreiche Nutzer
Dabei wurde schon an der recht hohen Zahl der Redner deutlich, dass die neue Spiel-Arena wirklich ein Multifunktionsspielfeld ist. Zellerschule und OHG können das Feld ebenso nutzen wie das Jugendhaus Youz, das hier schließlich in seiner „Kinderkiste“ jeden Nachmittag rund 100 Schulkinder betreut. Und natürlich soll das Feld auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, zum Beispiel an den Wochenenden.
Die genauen Regeln, wann, wer, wie oft das Feld benutzen darf sollen in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden – da hätten sie noch Hausaufgaben zu erledigen betonten Youz-Chef Gerd Hufschmidt und die Schulleiter Ulrich Hamann (OHG) und Ulrich Schubert (Zellerschule).
Die Stadt und auch Nagolds OB bekamen mehrfach Lob und Dank ausgesprochen. So war es zum Beispiel Gerd Hufschmidt wichtig herauszustellen, dass Nagolds OB immer wieder betone, dass die Kinder und Jugendlichen mit ihren Aktivitäten mitten in die Stadt gehörten. „So eine Aussage ist nicht selbstverständlich!“, machte Hufschmidt deutlich.
Urbaner Kinderspielplatz geplant
Der Gelobte vernahm das sicher mit Wohlwollen. OB Jürgen Großmann kündigte weitere neue Freizeitstätten für Kinder und Jugendliche mitten in der Stadt an. Einen urbanen Kinderspielplatz für Kleinere – den Ort wollte er aber noch nicht verraten. Sowie eine Pumptrack für Fahrradfahrer im Riedbrunnenpark. Dort wolle die Stadt zudem Fitness-Angebote schaffen – „Also eine Muckibude im Freien“, so Großmann.
Großmann machte auch deutlich, dass das neuen Spielfeld sich nahtlos an den neuen Europaplatz mit seiner hohen Aufenthaltsqualität für Jung und Alt anfüge. Dafür gab’s ein Sonderlob für die Landschaftsarchitektin Annette Sinz-Beerstecher und ihr Planerteam von „freiraumconcept“. Die Gelobte wiederum hatte einen Fuß- und einen Basketball zur Eröffnung mitgebracht und freute sich, dass sie die „Inhalte“ der Planungen vom Europaplatz auch in den zweiten Abschnitt mit rübernehmen durfte.
Weil’s dann doch eine Besonderheit ist: Für das neue Freispielfeld konnten alle Bäume erhalten bleiben, es wurden sogar neue gepflanzt. Und das sieht man dem Areal – gerade erst eröffnet – auch an: Alles wirkt bereits wie aus einem Guss – also ob dort nie etwas anderes gestanden hätte.