Lars Fleißner, Michael Haas und Kevin Keller standen in Orlando jeweils im Finale. Foto: privat

Bad Wildbader gewinnt US Open World Martial Arts Championships. Größtes Turnier der Welt.

Lars Fleißner, Kickboxer aus Bad Wildbad hat seiner ohnehin längst beträchtlichen Titelsammlung einen weiteren ganz großen Titel hinzugefügt: Er hat das Grand Champion Finale Orlando/Florida gewonnen.

Lars Fleißner, Trainer und Inhaber des "Taekwon-Do Teams Koryo", der im vergangenen Jahr in der Profiklasse zwei Titel geholt hatte, konnte bei den US Open World Martial Arts Championships, mit über 8000 Startern dem größten Kickboxturnier der Welt, gegenüber 2016 noch einen draufsetzen.

Er hatte zusätzlich zu seiner Paradedisziplin Pointfighting/Sportkarate auch noch im Leichtkontakt Kickboxen und im Clashsparring gemeldet.

Im Pointfighting/Sportkarate der Profiklasse war er als Titelverteidiger und Favorit auf die Matte gegangen und wurde dieser Rolle auch gerecht. Er kämpfte sich bis ins Finale durch, einen Vorrundenkampf konnte er sogar vorzeitig durch ein technisches K. o. gewinnen. Im Finale traf er auf einen starken Amerikaner, Lars Fleißner konnte den Kampf von Anfang an dominieren und ließ seinem Gegner keine Chance. Er gewann das Finale klar nach Punkten.

Auch im Leichtkontakt hatte Lars Fleißner das Finale erreicht. Am Ende musste er sich mit einer 1:2-Kampfrichterentscheidung knapp dem mehrfachen Weltmeister Richard Brüsemann geschlagen geben.

Absoluter Höhepunkt war das Grand Champion Finale an, wo alle Gewinner aus den jeweiligen Gewichtsklassen gegen einander angetreten, um den Meister aller Klassen zu ermitteln. In seinem ersten Kampf musste Lars Fleißner gegen den Schwergewichtschampion ran. Nachdem der Wildbade ein paar harte Treffer hatte einstecken müssen, kam er immer besser in den Kampf und konnte geschickt seine Geschwindigkeit und seine Fußtechniken einsetzen.

Am Ende konnte er den Kampf mit zwei Punkten Unterschied für sich entscheiden und zog somit ins Finale ein. Dort traf er auf den Champion des Leichtgewichts. Lars Fleißner musste den Kampf machen um seinen schnellen Gegner aus Amerika zu beschäftigen. Der Wildbader traf seinen Gegner mit einem harten Roundhousekick am Kopf. Sichtlich benommen und beeindruckt von der Wirkung des Treffers kam sein Gegner nicht mehr in den Kampf zurück. Lars Fleißner gewann das Finale und konnte sich den Grand Champion Titel sichern.

Auch Michael Haas und Kevin Keller gehören schon seit mehreren Jahren zum German Power Team von Winfried Raithel. Das Team besteht aus den besten Kickboxern/Sportkaratekämpfern in Deutschland. Dieses Jahr umfasste das Team insgesamt elf Kämpfer und Kämpferinnen.

Michael Haas startete in der Farbgurtklasse im Schwergewicht. Er kämpfte sich souverän bis ins Finale durch, wo er auf einen Südafrikaner traf. Der Kampf war sehr ausgeglichen. Beide punkteten fleißig. Kurz vor Ende der Kampfzeit traf Michael Haas seinen Gegner mit einer schönen Fußtechnik am Kopf.

Dieser jedoch gab nicht auf und konterte mit einer Fußtechnik zum Körper. Doch am Ende sollte es für Michael Haas reichen. Er brachte seinen Vorsprung routiniert über die Zeit und konnte so seinen Titel vom Vorjahr verteidigen.

Kevin Keller schaffte es ebenfalls ins Finale. In der Schwarzgurtklasse setzte er sich in den Vorkämpfen gegen Konkurrenten aus Argentinien, Mexiko und den USA durch. Im Finale traf er auf einen sehr erfahrenen Argentinier. Kevin Keller konnte immer wieder mit seinen schnelle Handtechniken punkten. Der Kampf ging hin und her. Zehn Sekunden vor Schluss bekam der Deutsche einen Fußtreffer ab.

Durch diese Unachtsamkeit geriet er entscheidend in Rückstand. Diesen konnte er in der kurzen Restkampfzeit nicht mehr aufholen. Nachdem Kevin Keller im vergangenen Jahr Vierter wurde, war die Freude über den zweiten Platz trotz des verlorenen Finalkampfes riesig.

In der langen Historie der US Open, die es mittlerweile seit über 40 Jahren gibt, gab es nur zwei deutsche Kämpfer vor ihm die den Grand Champion Titel gewonnen haben.

Insgesamt holte sich das Team mit elf Kämpfern elf Mal Platz eins, viermal Platz zwei und einmal Platz drei. Dazu kommt der Grand Champion Titel. Damit gehörten die Deutschen gehörte damit zu den erfolgreichsten Teams der US Open 2017.

Im Anschluss an die Wettkämpfe in Orlando fuhr das Team anschließend in den wohlverdienten Kurzurlaub nach Miami Beach.